Mönchengladbach: Hans Leyendecker hält Laudatio auf Dunja Hayali bei Benediktpreis

Mönchengladbach: Hans Leyendecker hält Laudatio auf Dunja Hayali bei Benediktpreis

Mit der Journalistin Dunja Hayali hat der Verein "Benediktpreis von Mönchengladbach" eine prominente Preisträgerin gefunden. Jetzt steht auch der Laudator fest, auch er ist ein renommierter Journalist: Hans Leyendecker. Der Festakt findet am Freitag, 20. April, im Haus Erholung statt.

Leyendecker arbeitete lange für das Nachrichtenmagazin Spiegel - dort war er unter anderem Landeskorrespondent NRW und Büroleiter in Bonn - und für die Süddeutsche Zeitung (SZ). Er hat sich einen Namen als investigativer Journalist gemacht, bei der SZ leitete er ein entsprechendes Ressort.

Leyendecker deckte zahlreiche politische Skandale auf, darunter so prominente Fälle wie den Parteispendenskandal in der so genannten Flick-Affäre, den Fußball-Wettskandal, Korruption im VW-Konzern oder die Visa-Affäre im Auswärtigen Amt. Der 69-Jährige, in Brühl geboren, wurde zum Präsidenten des evangelischen Kirchentages 2019 in Dortmund gewählt. "Herr Leyendecker ist einer der renommiertesten Journalisten im deutschsprachigen Raum. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für diese Aufgabe gewinnen konnten", sagt Helmut Linnenbrink, der Vorsitzende des Vereins.

  • Mönchengladbach : Dunja Hayali spendet ihr Preisgeld

Dunja Hayali erhält die Auszeichnung für ihr couragiertes und vorbildliches Eintreten für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft. Die Journalistin zeige stets Gesicht und Haltung, engagiere sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung, heißt es in der Begründung des Kuratoriums. Auch das ist übrigens prominent besetzt, ihm gehören unter anderen Landtagspräsident André Kuper und der Kunstprofessor Kasper König an.

Preisträger waren zuletzt Königin Sylvia von Schweden (2016) und EU-Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker. Der mit 5000 Euro dotierte Benediktpreis von Mönchengladbach wird im 50. Jahr vergeben und ist seit seiner Neuausrichtung 2013 neben dem Aachener Karlspreis und dem "Preis des Westfälischen Friedens" in Münster der dritte Preis in NRW mit landesweiten Anspruch und überregionaler Bedeutung. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, deren werteorientiertes Handeln vor dem Hintergrund der christlich-abendländischen Erfahrungen in besonderer Weise herausragt und beispielhaft für die Zukunft ist.

(dr)
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