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Borussia Mönchengladbach: Hanke, Jantschke und Kamps im Borussia-Talk

Borussia Mönchengladbach : Hanke, Jantschke und Kamps im Borussia-Talk

Beim Borussia-Talk, zu dem Rheinische Post und Hauptsponsor Postbank einluden, gaben Mike Hanke und Tony Jantschke ihre Geheimnisse preis. Für den Stürmer war der Erfolg des Teams jedenfalls keine Überraschung.

Ein paar Einblicke ins Innenleben der Borussia — für 30 Fans bot sich diese Gelegenheit am Mittwochabend in Loge 21 des Borussia-Parks. Auf Einladung von Hauptsponsor Postbank und der Rheinischen Post sprach RP-Sportredakteur Karsten Kellermann in intimer Atmosphäre mit Mike Hanke, Tony Jantschke und Torwarttrainer Uwe Kamps.
Letzterer plauderte darüber, was Hanke und Jantschke in der kommenden Saison im internationalen Geschäft erwarten wird. "Europapokal ist einfach toll", sagte der 47-Jährige, der sich genau an seinen letzten Auftritt erinnerte. "Das war in Monaco. Tolle Stadt, tolles Stadion — nur leider kaum Zuschauer und kein Erfolg. Weil Borussia das Heimspiel nämlich 2:4 verloren hatte, reichte im Fürstenstaat ein 1:0-Sieg nicht.

Nun, rund 16 Jahre später, darf es Borussia noch einmal versuchen. Für alle eine Überraschung. Nur für Mike Hanke nicht. "Das war alles so geplant", sagte der Stürmer mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Ernsthaft jedoch stellte das Spielerduo den Teamgeist als wichtigen Erfolgsfaktor heraus. "Jeder läuft füreinander, jeder verteidigt mit", sagte Jantschke. "Vielleicht ist das der Unterschied zu vorher, als es so schlecht lief. Wenn du nur mit fünf, sechs Leuten verteidigst, kannst du nichts gewinnen."

Uwe Kamps gab ein paar Einblicke in die tägliche Trainingsarbeit, erzählte, dass sich das Trainerteam eine Stunde vor Beginn trifft und den Tag bespricht. "Dann übernehmen die Co-Trainer das Aufwärmen, und ich muss mich beeilen, ein bisschen was alleine mit den Torhütern machen zu können", betonte Kamps. "Weil Favre sehr spielnah trainiert, sind die Torhüter oft eingebunden." Torhüter — ein Thema, das für großes Gelächter sorgte. Kamps musste nämlich sein Kanarienvogel-Outfit aus den 90ern erklären. "Damals war das doch so angesagt", sagte Kamps, während sich Hanke ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Dem Stürmer ist egal, wie sein Gegenüber aussieht. "Ich gucke eh nicht darauf, was die Keeper machen", betonte der 28-Jährige. Wahrscheinlich trifft er genau deshalb so häufig ins Tor.

Ausblicke auf die kommende Saison gab es auch. Tony Jantschke meldete Ansprüche auf den freiwerdenden Job des Kabinen-Djs an: "Und ich verspreche, mehr Abwechslung zu liefern als Marco Reus vorher, der kannte ja nur zehn Lieder." Hanke kümmert sich derweil um die große Saisonabschlussfeier der Mannschaft. "Die ist in Planung", sagte er mit einem bedeutungsschwangeren Gesicht — ohne jedoch weitere Details zu verraten. Das tat er lieber an anderer Stelle: "Egal wer geht", sagte Hanke, "wir werden auch in der kommenden Saison eine starke Mannschaft haben."

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