Mönchengladbach: Handwerker suchen Lehrlinge über eine Ausbildungsbörse

Mönchengladbach: Handwerker suchen Lehrlinge über eine Ausbildungsbörse

"Handwerk hat Zukunft - und das mehr denn je", so lautet die Botschaft der achten Ausbildungsbörse im Berufsbildungszentrum des Handwerks (Platz des Handwerks 1). Am 28. Februar laden die Agentur für Arbeit und die Kreishandwerkerschaft Schüler, Eltern, Lehrer, Studenten und andere Interessierte ein, sich ein Bild von den vielen Ausbildungsberufen und Möglichkeiten im Handwerk zu machen. Insgesamt stellen sich an diesem Tag ab 14 Uhr 13 Gladbacher Innungen mit ihren vielseitigen Berufen vor - vom Bäcker über den Tischler bis hin zur Kfz-Innung. Auch Ausbildungsplätze werden an diesem Nachmittag vergeben. Das Ziel: Menschen und Ausbildungen zusammen zu bringen.

"Den Besuchern wird ein Einblick in die verschiedenen Werk- und Unterrichtsräume gegeben, damit sie sich selbst einen Eindruck von den verschiedenen Berufen machen können", sagt Stefan Bresser, Geschäftsführer der Gladbacher Kreishandwerkerschaft. Den jungen Menschen werde an diesem Tag nicht einfach nur Flyer in die Hand gedrückt. Im Gegenteil: "Bei der Ausbildungsbörse werden reale Situationen mit den Azubis und den Lehrern nachgestellt", ergänzt der Teamleiter des Arbeitgeber-Services der Arbeitsagentur, Jörg Schmitz, der die Börse operativ leitet. "Außerdem legen wir großen Wert darauf, dass an diesem Tag praktisch gearbeitet und somit ein realitätsnaher Einblick geschaffen wird", so Schmitz weiter.

Wer möchte, kann selbst handwerklich tätig werden. Ein besonderes Element der Börse sei der Austausch zwischen Gleichaltrigen, so Bresser. "Die Auszubildenden stellen ihren Beruf oft selbst vor und berichten von ihrer Arbeit, um so einen guten Eindruck zu vermitteln." Dieses Engagement sei unverzichtbar für eine solche Börse.

  • Duisburg : Ausbildungsbörse bei der Arbeitsagentur

Angela Schoofs, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit, ist sich sicher: "Einen besseren Einstieg ins Berufsleben gibt es kaum." Zu kämpfen habe man heute vor allem mit der steigenden Akademisierungsrate, so Schoofs. "Es wird zunehmend schwieriger, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Und das, obwohl eine Ausbildung insbesondere im Handwerk heutzutage gutes Geld und viele Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet", erklärt Schoofs. "Die Jugendlichen können mit den Innungsmeistern sofort Vorstellungsgespräche führen, sich informieren und vom Stand der Agentur für Arbeit beraten lassen." Für alle Ausbildungsanwärter gilt also: Sie sollten ihre Bewerbungsunterlagen gleich mitbringen.

(dola)