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Mönchengladbach: Haftbefehl wegen versuchten Totschlags: Polizei nimmt Frau fest

Mönchengladbach : Haftbefehl wegen versuchten Totschlags: Polizei nimmt Frau fest

Die Polizei hat am Mittwoch eine 24-Jährige festgenommen, die wegen versuchten Totschlags per Haftbefehl gesucht wurde. Die Frau soll am 29. Mai 2010 in Rheindahlen mit einem gusseisernen Blumenständer auf den Bekannten ihrer Mutter eingeschlagen haben. Der Mann erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Er wurde mit einem Schädelbruch und mehrere Frakturen in ein Krankenhaus eingeliefert und konnte nur durch Intensivmedizin gerettet werden.

Die Mutter der jetzt Festgenommenen hatte den 59-Jährigen am nächsten Tag blutüberströmt im Wohnzimmer gefunden. Sie und ihre damals 20 Jahre alte Tochter hatten den Vorabend in der Wohnung des Mannes verbracht. Die beiden Frauen, die wie der Verletzte ebenfalls in Rheindahlen lebten, hatten mit dem Opfer erhebliche Mengen Alkohol konsumiert. Später sollte ein Gutachter feststellen, dass die 20-Jährige damals wohl an die drei Promille gehabt haben muss. Sie verließ die Wohnung gegen 22 Uhr und übernachtete bei ihrem Freund, soll aber später zurückgekommen sein. Es kam zum Streit und zu Beleidigungen und schließlich zur Tat. Die späteren Ermittlungen ergaben, dass die junge Frau mit dem Blumenständer und einem mit Rollen versehenen Brett mehrmals auf den Kopf des Mannes einschlug. Der Mann versuchte noch, sich mit den Armen vor den Schlägen zu schützen, erlitt dabei neben schweren Kopfverletzungen auch noch Schnittwunden an den Armen. Die 20-Jährige, damals schon Mutter von zwei Kindern, soll danach noch eine Flasche Bier getrunken haben, ehe sie die Wohnung des 59-Jährigen verließ.

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Die Beamten trafen die Gesuchte am Mittwoch an ihrer Wohnanschrift an. Sie wurde ins Gefängnis gebracht.

Am gleichen Tag gelang der Polizei noch eine zweite Festnahme: Am Europaplatz erkannten die Zivilfahnder einen Mann wieder, von dem sie wussten, dass er erst kürzlich zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten wegen Drogenhandels verurteilt worden war. Bei einer Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der Mann sich aus einer Therapieeinrichtung geflüchtet hatte.

Zudem fanden sie bei ihm wieder eine größere Menge Heroin. Er wurde ebenfalls festgenommen. Es erging ein erneuter Haftbefehl. Wie die Frau sitzt auch er jetzt in der Justizvollzugsanstalt.

(RP)