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Mönchengladbach: Großbaustelle Krankenhäuser

Mönchengladbach : Großbaustelle Krankenhäuser

Bagger und Bauarbeiter gehören rund um Gladbachs Kliniken mittlerweile schon zum Alltagsbild. Neue Fachzentren entstehen, Tausende Quadratmeter werden bebaut und bestehende Stationen modernisiert. Dafür investieren die Träger insgesamt mehr als 125 Millionen Euro.

Das Elisabeth-Krankenhaus will bald die größte Geburtsklinik in NRW haben. Im Franziskus-Krankenhaus läuft der Erweiterungsumbau, kürzlich wurde die neue Intensivstation eröffnet. Im Bethesda-Krankenhaus ist das neue Diagnosezentrum fertig, noch in diesem Monat stellt die Geschäftsführung Pläne für das nächste Bauprojekt vor. Aus der Hardterwald-Klinik wird ein Rehabilitationszentrum für Herz-Patienten, im Krankenhaus Neuwerk wird am 16. März die neue Zentralambulanz eingeweiht. Mehr als 125 Millionen Euro investieren die Träger in die Baumaßnahmen an den einzelnen Kliniken. So sehen die Projekte aus:

  Bis Frühjahr 2013 werden rund um das städtische Elisabeth-Krankenhaus 40 Millionen Euro in Neu-, An- und Ausbauten gesteckt.
Bis Frühjahr 2013 werden rund um das städtische Elisabeth-Krankenhaus 40 Millionen Euro in Neu-, An- und Ausbauten gesteckt. Foto: kn

KLINIKEN MARIA HILF Seit Herbst 2008 ist das Krankenhaus St. Franziskus an der Viersener Straße eine Baustelle — und zwar mittlerweile die größte der Stadt. Das neue moderne Bettenhaus unter katholischer Trägerschaft war im Juli 2010 fertig. Fünf Geschosse mit 7500 Quadratmetern Nutzfläche birgt es, 19 Millionen Euro hat das Bauprojekt gekostet. Nebenher hatten die Arbeiten für einen neuen Gebäudekomplex für OP-Bereiche und Notfallambulanzen begonnen.

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Ein Parkplatz für rund 300 Fahrzeuge entstand, seit Dezember 2011 ist die neue Intensivstation mit 48 Betten in Betrieb. Wie vier parallel ausgestreckte Finger sind die Abteilungen der hochmodern ausgerüsteten Station angeordnet. Ihr 3340 Quadratmeter großer Neubau hat 42 Millionen Euro gekostet. Im Januar 2012 wurde mit der Klinik für Diabetologie und Angiologie die erste Fachstation des Kamillianer-Krankenhauses ins St. Franziskus verlegt. Schritt für Schritt führt die Kliniken Maria Hilf GmbH Fachabteilungen der Standorte Maria Hilf, Kamillianer und St. Franziskus an der Viersener Straße zusammen. Mitte 2013 soll der Erweiterungsbau fertig sein, spätestens dann wird das Kamillianer-Krankenhaus wohl ausgedient haben. ELISABETH-KRANKENHAUS An verschiedenen Schauplätzen wird derzeit auch rund um das städtische Elisabeth-Krankenhaus gebaut. Bis Frühjahr 2013 werden 40 Millionen Euro in Neu-, An- und Ausbauten gesteckt. So soll das "Eli" etwa zur größten Geburtsklinik NRWs ausgebaut werden.

Bis zu 50 Plätze für ambulante und präventive Reha-Maßnahmen entstehen

Derzeit kommen in der Kinderklinik rund 1700 Kinder pro Jahr zur Welt. Wenn der Neubau für 17,5 Millionen Euro fertig ist, sind es mehr als 2000. Darüber hinaus wird das Haupthaus saniert: Die Notaufnahme wird umgestaltet, die Radiologie angegliedert. Ein Betriebskindergarten entsteht, das Sozialpädagogische Zentrum auf dem Gelände des ehemaligen Schwesternheims ist bereits fertig. Dort werden Kinder und Jugendliche mit psychischen oder sozialen Problemen betreut. Im Januar 2012 war darüber hinaus Baubeginn für das dreigeschossige Haus, in dem die Geriatrie im Juni eröffnet werden soll. Gut 5300 Quadratmeter Fläche hat es, Kosten: 11 Millionen Euro. Ende Juni soll der Umzug der Geriatrie von ihrem alten Standort, der Hardterwald-Klinik, abgeschlossen sein. Denn am 26. Juni soll die Hardterwald-Klinik "besenrein" an ihren neuen Besitzer übergeben werden. HARDTERWALD-KLINIK Im vergangenen Oktober haben die städtische Kliniken Mönchengladbach die Hardterwald-Klinik an einen privaten Investor verkauft. Die Eifelhöhen-Klinik AG will auf dem rund 220 000 Quadratmeter großen Areal für 25 Millionen Euro ein kardiologisches Rehabilitations-Zentrum aufbauen. Es richtet sich an Herz-Patieten aus einem Umkreis von 200 Kilometern.

Bis zu 50 Plätze für ambulante und präventive Reha-Maßnahmen entstehen, außerdem 200 Betten für stationäre Behandlung. Anfang 2013 soll der stationäre Betrieb starten, in einer ersten Stufe mit 120 Betten. Der "Herzpark" soll die Stadt in die erste Liga der Reha-Standorte befördern. Bis 2014 will der Bonner Investor dort 250 Arbeitsplätze schaffen, davon 180 in Vollzeit. BETHESDA Noch in diesem Monat will Geschäftsführer Walter Schiller neue Umbaupläne für das evangelische Bethesda-Krankenhaus vorstellen. Was genau dort passiert, verrät er noch nicht. "Wir planen ein Facharztzentrum", sagt er nur. Die letzte Umbaumaßnahme am Bethesda liegt erst wenige Monate zurück: Im Dezember 2011 wurde das neue interdisziplinäre Diagnosezentrum eröffnet. Sieben Monate hatte der Ausbau gedauert. Die Abteilungen Endoskopie, Ultraschall, Lungenfunktionstests und EKG liegen nun im Erdgeschoss dicht beieinander auf einem Flur.

Das soll dazu führen, dass für die Patienten zwischen den Behandlungen die Wartezeiten deutlich verkürzt werden. 1,3 Millionen Euro hat der Umbau gekostet. Im Diagnosezentrum arbeiten 20 Ärzte der Medizinischen Klinik, der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Thoraxchirurgie sowie etliche Pflegekräfte. KRANKENHAUS NEUWERK Gestern ist die neue Zentralambulanz und Notaufnahme im Krankenhaus "Maria von den Aposteln" eingeweiht worden. Wie im Diagnosezentrum des Bethesda soll auch die Zentralambulanz in Neuwerk Wege verkürzen und verschiedene Anlaufstellen besser bündeln. Der Umbau dauerte vier Monate und kostete rund 500 000 Euro. Die Ambulanzen der Allgemein-, Unfall-, Inneren Medizin und Orthopädie liegen nun im Erdgeschoss dicht beieinander. Verändert habe sich auf den 640 Quadratmetern Fläche vor allem die Raumaufteilung, sagt Prokurist Volker Großheim. Die Decke hat zudem in einigen Bereichen einen besonderen Anstrich bekommen: Das sehe aus wie eine Gartenlandschaft, schwärmt Großheim.

(naf)