Mönchengladbach: Grabeskirchen: Seelsorge geht neue Wege

Mönchengladbach : Grabeskirchen: Seelsorge geht neue Wege

Die umgewidmeten Kirchen St. Elisabeth und St. Matthias sind nicht nur Begräbnisstätten. Die Seelsorgerinnen Ulrike Gresse und Evelyn Hinz arbeiten an neuen Konzepten. Neben der Trauerbegleitung wird es Kultur und Kunst geben.

Die Grabeskirche ist nicht nur ein Bestattungsort. Und in der Grabeskirche ist nicht ausschließlich für Trauer Platz, sondern auch für Tröstendes und Erbauendes, für Spirituelles, für Konzerte und Kunst. Diese Erfahrung haben Ulrike Gresse und Evelyn Hinz gemacht. Als Pastoralreferentinnen und Seelsorgerinnen in St. Elisabeth Eicken und St. Matthias Günhoven betreuen sie die Trauernden, begleiten sie durch die Zeit des Abschieds und geben Trost. Das haben sie gelernt, und mit ihrer Erfahrung, ihrer Intuition und ihrem Einfühlungsvermögen bieten sie den Menschen in der Krise Halt.

"Dennoch habe ich zu Beginn meiner Tätigkeit nicht ganz genau gewusst, was auf mich zukommt", sagt Ulrike Gresse, die seit fünf Jahren für die Seelsorge in der ältesten Gladbacher Grabeskirche - in Eicken - zuständig ist. Ihr sei aber recht schnell klar geworden, dass die Grabeskirche nicht nur ein Friedhof ist, sondern auch dort engagierte pastorale Arbeit vonnöten ist. Evelyn Hinz ist seit 2012 neben ihrer Tätigkeit als Gemeindereferentin in der GdG Süd-West in der Günhovener Grabeskirche Ansprechpartnerin in der Seelsorge. Über die Zusammenarbeit mit Ulrike Gresse freut sie sich. "Wir sind unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Ideen", sagt sie. "Aber gemeinsam entwickeln wir spannende Projekte."

Wie beispielsweise die Ausstellung der Seelenbretter von Bali Tollak. Die ist schon seit Mitte Juni an unterschiedlichen Orten zu sehen gewesen, und in St. Elisabeth, auf dem städtischen Hauptfriedhof Mönchengladbach und auf dem evangelischen Friedhof am Wasserturm wird sie noch bis zum 12. Oktober präsentiert. Die beiden Frauen wollen die Zusammenarbeit intensivieren und noch viele weitere Projekte erarbeiten.

Wobei ihre Hautaufgabe natürlich im Bereich der Trauerbegleitung und Seelsorge liegt. "Hier sehen wir uns in einer besonderen christlichen Verantwortung", sagen Evelyn Hinz und Ulrike Gresse. In beiden Kirchen werden weiterhin Gottesdienste gefeiert. Hinzu kommen Exequien und Auferstehungsgottesdienste, Sechswochenämter und Jahrgedächtnisse oder auch Gedenkmessen zu Namenstagen oder Geburtstagen von Verstorbenen. An besonderen Feiertagen - wie Weihnachten und Ostern - werden Angehörige von Verstorbenen besonders herzlich in die Grabeskirchen eingeladen.

Der pastorale Verbund zwischen den beiden Grabeskirchen soll nach Fertigstellung der Grabeskirche St. Josef Rheydt auf diese ausgeweitet werden.

(RP)
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