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Mönchengladbach: Gladbachs Nachwuchs-Tischler zeigen ihr Können

Mönchengladbach : Gladbachs Nachwuchs-Tischler zeigen ihr Können

Bereits zum dritten Mal in Folge präsentieren Auszubildende der Tischler-Innung ihre "kleinen Gesellenstücke" in einer Ausstellung.

Eine Traube von Menschen hat sich im Foyer der NEW AG gebildet. Eine Gruppe, überwiegend aus jungen Männern bestehend, steht auf der einen Seite. Vor ihnen sind ungewöhnliche Möbelstücke ausgestellt, um die sie laut redend, lachend, und manche vielleicht ein bisschen peinlich berührt herumstehen. Gegenüber stehen Frauen und Männer einer etwas älteren Generation, die die Gruppe fachmännisch beäugen.

Nicht-Wisser könnten hier vielleicht eine Ausstellung abstrakter Kunst vermuten, doch Informierte wissen es besser: Hier präsentieren die Auszubildenden der Tischler-Innung Mönchengladbach/Rheydt ihr kleines Gesellenstück als Praxistest für die Abschlussprüfung im Juli 2014. Thema war ein Multifunktionsmöbelstück unter dem Arbeitstitel "Gegensätze ziehen sich an".

Bei diesem Thema wundert es nicht, wenn Eiche und Eisen zu einem Schränkchen "verschmelzen" oder sich der vermeintliche Kühlschrank als Aufbewahrungsmittel für Allerlei entpuppt. Stolze Kreateurin des babyblauen Stückes ist die Schülerin des Berufskollegs für Technik und Medien und angehende Tischlerin Susanne Wilms. "Die hochglänzende Oberfläche steht im Gegensatz zum matten Holz im Inneren. Außerdem ist die äußere Form rund, wobei sie innen wieder eckig ist", erklärt die 22-Jährige. "Nur die Schublade gefällt mir nicht ganz, die hakt ein bisschen."

Trotzdem ist ihre "Susi" ein richtiger Blickfang und wohl eines der kreativsten Stücke der Ausstellung. Weitere Vorgaben neben dem Arbeitstitel waren das Verbauen eines Schubkastens und eines Drehelements, das maximale Format von 600 x 500 x 400 mm sowie eine begrenzte Arbeitszeit von 20 Stunden.

Die Ausstellung findet bereits das dritte Jahr in Folge statt. Jedes Jahr wird das Thema von den Lehrern und Schülern des Berufskollegs gemeinsam bestimmt. Hierbei erhalten die angehenden Tischler eine gute Übung für das eigentliche Gesellenstück, da sie das Projekt von "vorne bis hinten" selbst durchplanen müssen.

Hans-Wilhelm Klomp, Innungsobermeister und Geschäftsführer des gleichnamigen Meisterbetriebes, ist zufrieden mit seinen Schützlingen. "Für das kleine Gesellenstück sind schon gute Sachen dabei. Vor allem spiegelt sich die Kreativität der Einzelnen wieder, auch wenn manche Sachen noch etwas optimiert werden könnten."

Die "kleinen Gesellenstücke" können noch bis Freitag, 6. Dezember, im Foyer der NEW AG, Odenkirchener Straße 201, bestaunt werden.

(RP)