Mönchengladbach: Gladbachs größte Bürgerinitiative in Aktion

Mönchengladbach: Gladbachs größte Bürgerinitiative in Aktion

Der Frühjahrsputz, zu dem Rheinische Post, GEM und Stadtsparkasse in diesem Jahr zum 22. Mal aufrufen, ist am Samstag, 17. März. Er ist ein Musterbeispiel für wirksamen Umweltschutz. Die ersten Anmeldungen liegen bereits vor.

Wenn GEM-Betriebsleiter Wilfried Theißen in den nächsten Wochen zum Telefonhörer greift und seine "Kunden" anruft, beginnt der Dialog ganz oft mit der typischen MG-Floskel: "Wat is'et denn?" Dabei ist es immer klar, um was es geht, weil sich diese speziellen Gesprächspartner alle an einer Aktion beteiligen, die in jedem Jahr für mehrere Wochen die größte Bürgerinitiative in der Stadt entstehen lässt: die Aktion "Frühjahrsputz" von Rheinischer Post, GEM und Stadtsparkasse. Seit 1997 gibt es sie, und seit der Premiere ist Wilfried Theißen derjenige bei der GEM, der für die Aktion alles steuert. "Und ich kenne viele meiner Partner schon seit dem Start der Aktion in den 1990er Jahren. Es ergibt sich immer die Gelegenheit für ein Schwätzchen. Da freu' ich mich drauf", sagt Theißen.

Das wird auch in den nächsten Wochen wieder so sein, denn der GEM-Betriebsleiter wird auch bei der 22. Auflage die zentrale Koordinationsstelle sein. Und wer noch nicht weiß, was die Aktion "Frühjahrsputz" ist: An einem Tag, in diesem Jahr am Samstag, 17. März, machen mehr als 1500 Mönchengladbacher für einige Stunden die Stadt sauber - sie klauben zum Beispiel leere Zigarettenschachteln aus Grünanlagen, sammeln weggeworfene Flaschen ein, stecken wild entsorgte Pizzakartons in Müllsäcke. Diese freiwilligen Helfer machen den Dreck anderer Menschen weg, weil sie Verantwortung für diese Stadt und für die Umwelt übernehmen. Im Vorjahr kamen am Aktionstag mehr als 13 Tonnen Müll zusammen. Dass jeder Teilnehmer für den Einsatz eine Urkunde von Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und ein Geschenk der Stadtsparkasse - in diesem Jahr ein Handtuch - bekommt, gehört zu den netten Gesten. Viel wichtiger ist aber vielen Gruppen, dass die Aktion das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt, dass die Gruppen ihr unmittelbares Umfeld säubern und ihren Anteil für ein schöneres Mönchengladbach leisten.

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Denn auch dies ist ein Prinzip der Aktion: Die Teilnehmer bestimmen selbst, wo sie aktiv sein werden. Für Herbert Heiliger, stellvertretender Vorsitzender des Boxer-Klubs Wickrath-Rheindahlen, ist es zum Beispiel das Umfeld des Klubgeländes am Rheindahlener Wasserturm und weiter die Mennrather Straße bis zum Ortseingang Mennrath hinauf. 15 Helfer hat er bei unserer Zeitung angemeldet. "Es ist für uns geradezu eine Pflicht, bei dieser Aktion dabei zu sein. Und weil wir am nächsten Tag eine Hundeprüfung auf unserem Gelände haben, können wir unseren Gästen dann auch ein sauberes Umfeld präsentieren", sagt Heiliger. Gemeldet haben sich auch bereits die Hans-Jonas-Gesamtschule aus Neuwerk und die Katholische Grundschule Bell. Dass Kinder und Jugendliche mitmachen, ist ebenfalls sehr wichtig: Für sie ist diese Aktion ein gelebtes Beispiel von Umwelterziehung.

(biber)