Gladbacher Hartmut Röhl Chef der Autoteile-Händler

Autoteile-Verband: Röhl weiter Präsident der Kfz-Teilehändler in Europa

Ein Gladbacher steht an der Spitze des europäischen Kfz-Teile-Handels und kämpft gegen das Monopol der Autobauer.

Der Mönchengladbacher Hartmut Röhl steht weiter an der Spitze des Verbandes FIGIEFA in Brüssel, des Internationalen Bundes und politischen Vertreters der unabhängigen Großhändler und Einzelhändler von Kfz-Ersatzteilen und der damit verbundenen Reparatur-Ketten. Röhl wurde bei der Mitgliederversammlung des Verbandes in Brüssel einstimmig für drei Jahre wiedergewählt, wie der Verband mitteilte. Damit ist Röhl weiter der wichtigste Lobbyist und Interessenvertreter der freien Kfz-Ersatzteilehändler, die sich auf einem Milliardenmarkt gegen das faktische Monopol der Autobauer wehrt.

Die FIGIEFA tritt für fairen Wettbewerb auf dem europäischen Markt für Kfz-Ersatzteile sowie für Service und Reparatur ein. Dabei ist der Verband  wettbewerbspolitisch aktiv und begleitet die branchenrelevante Gesetzgebung auf europäischer und internationaler Ebene. Der freie Kfz-Teilemarkt in Europa umfasst laut FIGIEFA etwa 500.000 Unternehmen, die mehr als 4,3 Millionen Menschen beschäftigen und Dienstleistungen für rund 284 Millionen Fahrzeughalter anbieten.

Röhl stieg Ende der 1960er Jahre in den Familienbetrieb Krebs Kraftfahrzeugteile ein, die er erst 2008 an PV-Automotive verkaufte. 1975 wurde er als 31-Jähriger für die CDU in den Stadtrat gewählt und blieb 14 Jahre Ratsherr.

„Die Arbeit wird auch in den nächsten Jahren spannend bleiben. Die Automobilwirtschaft und damit auch der Kfz-Ersatzteil- und -Servicemarkt stehen angesichts der Digitalisierung, der Fahrzeugvernetzung sowie neuer Formen der Mobilität vor großen Herausforderungen“, sagte Hartmut Röhl. „Die technologischen Entwicklungen und die aggressive Politik von Fahrzeugherstellern, die diese zur Erlangung einer Monopolstellung auf dem Reparatur- und Servicemarkt ausnutzen wollen, erfordern eine sehr aktive politische Lobbyarbeit, um gesetzliche Rahmenbedingungen für unseren Markt zu erhalten, die fairen Wettbewerb zum Nutzen der automobilen Verbraucher ermöglichen.“

(angr)