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Mönchengladbach: Gladbach erlebt Textil-Renaissance

Mönchengladbach : Gladbach erlebt Textil-Renaissance

Die Jagenberg Gruppe baut im Monforts Quartier wieder Textilmaschinen.

Zukunft und Vergangenheit liegen im Monforts Quartier nur wenige Meter entfernt: Historische Web-stühle zeugen im Textiltechnikum von Gladbachs glorreicher Vergangenheit als Textilstandort. In der Nachbarhalle arbeitet die Jagenberg Textile GmbH unterdessen an deren Zukunft.

"Die Textilindustrie ist im Laufe der Jahrzehnte nach Asien abgewandert", sagt Erich Bröker, Vorstand des Mutterkonzerns, der Jagenberg AG. Mit der Neugründung des Unternehmens in Mönchengladbach gehe das Unternehmen nun den umgekehrten Weg: "Wir holen die Traditionsbranche zurück an den Niederrhein."

Seit Mai fertigen hier zehn Mitarbeiter Maschinen zum Bleichen und Färben von Textilien, ein Großteil der Bauteile stammt von Unternehmen aus der Region. Erste Modelle der in der Branche bekannten Küsters-Nassveredelungsmaschinen wurden bereits verkauft. Sollten sich die Aufträge positiv entwickeln, könnte das Personal am Standort mittelfristig auf bis zu 35 Mitarbeiter aufgestockt werden. Auch Ausbildungsgänge will das Unternehmen dann anbieten. "Der erste Praktikant fängt schon nächste Woche hier an", sagt Vertriebsleiter Wolfgang Horst bei gestrigen Eröffnung. Die Produktionsfläche, bislang rund 1500 Quadratmeter, kann bei Bedarf noch erweitert werden.

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Von Mönchengladbach aus will das Unternehmen nun den europäischen, südamerikanischen und teilweise sogar den asiatischen Markt beliefern, obwohl man dort eigentlich in Indien einen weiteren Standort hat. "In Bangladesh und Pakistan ist es aus politischen Gründen schwer, Maschinen aus Indien zu verkaufen", sagt Erich Bröker. Und in Europa gebe es bei vielen Kunden Vorbehalte gegen das Siegel "Made in India".

(RP)