Mönchengladbach: GEW-Umfrage: Immer noch Sanierungsstau an Schulen

Mönchengladbach: GEW-Umfrage: Immer noch Sanierungsstau an Schulen

An vielen Schulen der Stadt gibt es einen massiven Sanierungsstau im Bereich der Toilettenanlagen. Das ist ein Ergebnis aus der Befragung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an Mönchengladbacher Schulen. "Die betroffenen Schulen hoffen, dass im Rahmen des Förderprogramms ,Gute Schule 2020' dieser unzumutbare Zustand endlich beseitigt wird", sagt Ruth Reinartz, Vorsitzende GEW Mönchengladbach.

In Zeiten von ganztägiger Beschulung sei der Zustand an vielen Schulen den Kindern und Jugendlichen nicht mehr zuzumuten. Trotz zum Teil massivem Einsatz der Reinigungskräfte und Hausmeister seien die Sanitärbereiche so nicht mehr zu vertreten. Viele Schüler würden den Gang zur Toilette meiden, wenn es irgendwie möglich ist. Gerade in Grundschulen komme es dadurch immer wieder auch zu einem Einnässen der vor allem jüngeren Kinder.

"Für die Kinder, Lehrer und Eltern eine immer wieder unangenehme Situation, die häufig mit Tränen verbunden ist", so Die GEW-Vorsitzende.

  • Duisburg : Eltern und GEW fordern Ortszuschlag

Ein weiterer Nachholbedarf macht die Gewerkschaft im Bereich des Offenen Ganztages aus. An vielen Grundschulstandorten fehle der nötige Raum für den Betreuungsbedarf im Rahmen der Offenen Ganztagsschule. Ogata-Gruppen arbeiten teilweise in den normalen Klassenräumen, was immer wieder zu Nutzungskonflikten führe. "Wirklich gut spielen können die Kinder in den Klassenräumen auch nicht", sagt Ruth Reinartz An diversen Standorten gebe es lange Wartelisten für die begehrten Betreuungsplätze. So komme es zu problematischen Situationen: "Eltern können keine Arbeit aufnehmen, weil sie keinen Betreuungsplatz haben. Sie bekommen aber auch keinen Platz, weil sie ja nicht berufstätig sind. Da beißt sich dann die Katze in den Schwanz", sagte die GEW-Vorsitzende. Kinder aus bildungsfernen Familien, für die diese Ganztagsbetreuung wichtig wäre, um entsprechen gefördert zu werden, hätten hier häufig das Nachsehen. Das bringe für die Zukunft der Stadt ungeahnte Folgekosten mit sich. Auch dafür gebe "Gute Schule 2020" der Stadt Mönchengladbach die finanziellen Möglichkeiten, meint die Gewerkschaft.

Einen weiteren dringenden Handlungsbedarf sieht die GEW Mönchengladbach in der notwendigen Digitalisierung der Schulen. Vielerorts gebe es keine stabilen und ausreichenden Internetverbindungen. Informatikräume seien oft unzureichend ausgestattet, habe die Umfrage ergeben.

(gap)