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Mönchengladbach: Gericht wirft zwei Männern Handel mit Kokain vor

Mönchengladbach : Gericht wirft zwei Männern Handel mit Kokain vor

Auch am zweiten Prozesstag vor der Zweiten Strafkammer des Mönchengladbacher Landgerichts machen die 43 und 47 Jahre alten Angeklagten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Zu den Anklagevorwürfen wollen sie nichts sagen. Der Staatsanwalt wirft den beiden Männern gemeinschaftlichen Drogenhandel, Einfuhr von Kokain und Verstoß gegen das Waffengesetz vor.

Laut Anklage sollen sie zwischen Sommer 2015 und Sommer 2016 mit Kokain gehandelt, das Rauschgift von niederländischen Dealern gekauft und im Auto über die Grenze geschmuggelt haben. In der Wohnung des 43-Jährigen sollen die Angeklagten anschließend mit dem Kokain gehandelt und die Drogen an Abnehmer verkauft haben. Weil bei einer polizeilichen Durchsuchung am 16. August 2016 in der Wohnung des 43-Jährigen eine Schusswaffe und ein Elektroschocker gefunden worden waren, hatte der Staatsanwalt den beiden Männern noch den Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt.

Nur zur Person machten die Angeklagten Angaben. Der 43-Jährige wurde in der Türkei geboren, besuchte aber in Deutschland die Hauptschule. Anschließend ließ er sich zum Mechaniker ausbilden, fand aber keine Anstellung. Vier Jahre arbeitete er als Müllwerker. Seitdem er Opfer einer Straftat geworden war, sei es abwärts gegangen. Verschuldet habe er den Überblick verloren und sei nach dem Tod des Vaters zum Hartz-IV-Empfänger geworden.

Der 47 Jahre alte Angeklagte hatte dagegen die Hauptschule bereits nach der achten Klasse ohne Abschluss verlassen und die Berufsschule nach zwei Jahren abgebrochen. Danach hatte er gearbeitet, auch in Griechenland und Spanien. Doch bereits mit 20 Jahren hatte er begonnen, Heroin zu nehmen. Ein psychiatrischer Sachverständiger hatte den 47-Jährigen untersucht. Seit seinem 20. Lebensjahr habe der Angeklagte Suchtmittel konsumiert. Neben Heroin habe er auch Kokain genommen. Es bestehe Wiederholungsgefahr. Der Gutachter empfahl eine Therapie.

Der Prozess wird fortgesetzt.

(RP)