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Mönchengladbach: GEM ist auf Wintereinbruch vorbereitet

Mönchengladbach : GEM ist auf Wintereinbruch vorbereitet

Vorbereitet auf den Winter-Ernstfall ist man in Mönchengladbach. 2000 Tonnen Salz lagern am Nordpark in Mönchengladbach. Zehn Räumfahrzeuge warten dort auf ihren Einsatz.

Das Faxgerät steht beim Winterdienst der GEM momentan unter besonderer Beobachtung. Denn: Sollte sich die Wetterlage "bedrohlich" ändern, meldet sich der Essener Wetterdienst schriftlich über das Telefonnetz. "Momentan ist die Vorhersage aber eher mild", beschwichtigt Jutta Schmitz, Pressesprecherin der GEM. Von Glatteis und Schneefall noch keine Spur. Ab morgen könnte sich das aber auch im Flachland bereits ändern.

Vorbereitet auf den Winter-Ernstfall ist man in Mönchengladbach. Zehn Räumfahrzeuge stehen gewartet, getankt und gewaschen in den Startlöchern, zehn Fahrer stehen im Dienstplan und warten nur auf ihren ersten Einsatz. "Wir müssen im Prinzip nur noch den Schlüssel rumdrehen und losfahren", erklärt Schmitz.

Einige hundert Tonnen Streusalz wurden im vergangenen, sehr langen Winter auf den Straßen Mönchengladbachs abgeladen. Der Sommer wurde dazu genutzt, das Lager wieder aufzufüllen. "Wir kaufen antizyklisch ein. Das ist preiswerter", sagt die GEM-Pressesprecherin. 2000 Tonnen Salz lagern nun am Nordpark. "Das ist deutlich mehr, als man in einem normalen Winter braucht. Unser Lager ist bis zum oberen Rand gefüllt." Die Salz-Knappheit, die 2009 bundesweit zu Problemen geführt hatte, hat offenkundig zur Vorsicht beigetragen. In den vergangenen Jahren wurde stets durch frühzeitigen Einkauf vorgesorgt.

Die GEM benutzt auch in diesem Winter wieder eine Mischung aus Salz und Sole, "mit der wir gute Erfahrungen gemacht haben. Das hat sich bewährt", sagt Schmitz. Das hat zwei Vorteile: Die Sole sorgt dafür, dass das Taumittel länger am Boden haften bleibt und dadurch besserer Grip entsteht. Zudem wird durch dieses Mischverfahren Salz eingespart.

Neben den Fahrern im Dienstplan, stehen auch weitere auf Abruf bereit. "Im Innendienst haben wir natürlich auch Leute. Wir brauchen unter anderem jemanden in der Halle, der zum Beispiel die Fahrzeuge wieder mit Salz belädt, sollten sie leer sein", erklärt Schmitz. Der Winterdienst schaut aber nicht nur aufs Faxgerät, sondern informiert sich mehrmals am Tag per Internet mit einer speziellen Kennung beim Essener Wetterdienst über die aktuellen Vorhersagen.

(RP)