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Masterplan für Mönchengladbach: Geld vom Bund für "vorbildliches Projekt"

Masterplan für Mönchengladbach : Geld vom Bund für "vorbildliches Projekt"

Der Verein MG 3.0 bekommt 70 000 Euro. Davon wird auch ein Bus zur Masterplan-Denkfabrik umgebaut.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung erkennt in dem Zusammenspiel von Wirtschaft und Stadtentwicklung bei der Umsetzung des Masterplans "Vorbildwirkung für die Stadtentwicklung in Deutschland" und fördert das Projekt deshalb mit gut 70 000 Euro. Der von Unternehmern getragene Verein muss dieselbe Summe beisteuern, die Stadt auf drei Jahre verteilt 25 000 Euro. Beides ist gewährleistet. "Viele unserer Sponsoren haben sich verpflichtet, uns für die kommenden drei Jahre weiter zu unterstützen", berichtet Ernst Kreuder, Vorsitzender des Vereins MG 3.0.

Wofür sie das Geld verwenden wollen, wissen Kreuder und sein Mit-Vorsitzender Fritz Otten schon genau. Die Idee, in einer mobilen Denkfabrik Bürger über die Umsetzung des Masterplans zu informieren und ihnen ein Forum zur Diskussion zu bieten, nimmt nämlich Gestalt an. Und zwar eine andere Gestalt als ursprünglich geplant. Es sollen nun nämlich keine Container sein, die zum Beispiel am Geroweiher aufgestellt werden, sondern ein Bus, der an verschiedenen Stellen in der Stadt positioniert werden kann. Schon im Frühjahr soll er erstmals im Stadtbild auftauchen. "Vor einem Jahr war der letzte Workshop zum Masterplan. Jetzt wird es Zeit, dass etwas passiert", so Kreuder. Anfang des Jahres soll der Masterplan-Beirat zum ersten Mal tagen. "Wir verstehen uns als Gremium von Fachleuten, das Rat geben kann, ob Bauvorhaben im Sinne des Masterplans realisiert werden", sagt Otten. Dass in den kommenden Jahren immer wieder Abwägungen zu treffen und unterschiedliche Interessen auszugleichen seien, ist Otten und Kreuder bewusst. Nicht immer passe die Idee des Masterplans zu den Plänen der privaten Eigentümer. "Die Arbeit ist nicht zu Ende. Sie hat gerade erst angefangen", sagt Kreuder.

Aktuell gebe es zwei Themen, über die es sich im Masterplan-Beirat zu diskutieren lohne. Wie lässt sich die Idee des Gladbach-Tals auf der Bleichwiese möglichst weitgehend umsetzen? "Der Investor hat ja einige Ideen aufgenommen. Aber wir würden gerne noch mal diskutieren, ob und wie man noch mehr vom Grün und Wasser sichtbar machen kann", sagt Otten. Und auch zum Platz vor den Arcaden haben die Masterplaner Gesprächsbedarf. "Das ist einer der zentralen Plätze der Gladbacher Innenstadt. Da lohnt es sich, genau zu überlegen", sagt Fritz Otten. Ernst Kreuder betont: "Wir verstehen uns als Ratgeber. Entscheiden müssen am Ende immer die Politiker."

(RP)