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Mönchengladbach: Gelassener Blick nach Weeze

Mönchengladbach : Gelassener Blick nach Weeze

Nach wie vor spricht viel für den Ausbau des Gladbacher Flughafens. Daran ändert die Ankündigung der Billigflug-Gesellschaft Ryanair, verstärkt ab Weeze zu fliegen, nichts. Die Bezirksregierung entscheidet im April.

Eher belustigt als besorgt haben die Mönchengladbacher Verantwortlichen gestern das Triumpfgeheul vom nördlichen Niederrhein aufgenommen. Mit Unterstützung unabhängiger Experten räumten sie mit Fabeln auf und stellten noch einmal die Argumente für den Ausbau des Gladbacher Flughafens dar. Die wichtigsten Botschaften: Die Märkte und Konzepte von Weeze und Mönchengladbach sind so unterschiedlich, dass es kaum Überschneidungen gibt. Und die Nähe zum Düsseldorfer Flughafen ist nicht etwa Nach- sondern klarer Vorteil für Gladbach.

Der Mönchengladbacher Flughafen-Chef Hans-Günter Zerbe hält die Diskussionen über angebliche Überschneidungen der Flugrouten für "Gespensterdebatten". "Da bringt auch eine Grafik mit vielen roten Strichen nichts, man muss die Flugbewegungen natürlich dreidimensional betrachten", sagte er. "Und dann kann man am Tag auch 100 Überkreuzungen haben, so lange die Flugzeuge in unterschiedlichen Höhen fliegen." Das sei seit Jahren Alltagspraxis. Dies bestätigt die Deutsche Flugsicherung (DFS), die täglich rund 9000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum koordiniert. "Entweder der Verkehr ist sicher oder er findet nicht statt", stellt Michael Fuhrmann, Sprecher der DFS-Niederlassung Düsseldorf klar.

Anderes Einzugsgebiet

Budes T-Shirt

NVV-Chef Friedhelm Kirchhartz betonte, dass letztlich der Markt entscheide, wo geflogen wird. "Und da mache ich mir nicht die geringsten Sorgen über den Erfolg nach dem Ausbau unseres Flughafens." Oberbürgermeister Norbert Bude meinte augenzwinkernd zum eigenwilligen Auftritt des Ryanair-Chefs: "Ich ziehe mir demnächst gerne zusammen mit Air Berlin-Chef Joachim Hunold ein schönes T-Shirt zum Flughafen Mönchengladbach an."

Die wichtigste Hürde ist das Planfeststellungsverfahren. Aus der Bezirksregierung war gestern zu hören, die Prüfung werde noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Die Entscheidung werde wohl im April fallen. Was in Weeze passiere, habe nicht den geringsten Einfluss auf das Verfahren. Kommentar

(RP)