1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Gefahr durch Geisterfahrer auf dem Fahrrad

Mönchengladbach : Gefahr durch Geisterfahrer auf dem Fahrrad

Bereits 180 Verletzte gab es dieses Jahr bei Radfahrunfällen. Polizeihauptkommissar Harald Küster gibt Sicherheitstipps für Radfahrer und E-Biker und nennt die größten Gefahrenquellen im Straßenverkehr.

29 Schwerverletzte und 149 Leichtverletzte - das ist die Bilanz der Radfahrunfälle alleine für die ersten neun Monate des Jahres. Für Fahrradfahrer und E-Biker gehen Unglücke selten glimpflich aus. "Radfahrer haben keine Knautschzone. Bei Unfällen kommt es daher fast immer zu Verletzungen", sagt Polizeihauptkommissar Harald Küster, Leiter der Verkehrsüberwachung. Auch wenn viele Radfahrer es für uncool halten, rät die Polizei dringend dazu, einen Helm zu tragen.

Jetzt in der dunklen Jahreszeit sollte man auf jeden Fall den Zustand seines Fahrrads noch einmal überprüfen: Funktioniert die Beleuchtung einwandfrei? Hat das Rad Reflektoren, damit andere Verkehrsteilnehmer mich auch von der Seite rechtzeitig sehen können? Nach den Sommer-Radtouren sollte außerdem noch einmal der Zustand der Bremsen überprüft werden.

Und weil Laub, Nässe und Glätte mit Herbst und Winter einhergehen, ist laut Küster auch eine Überprüfung der Reifen wichtig. "Es gibt zwar beim Fahrrad kein Mindestprofil wie beim Auto, aber zur eigenen Sicherheit sollte man schon darauf achten, dass die Reifen nicht abgefahren sind", sagt der Polizeihauptkommissar. Küster, selber begeisterter Radfahrer, verringert an seinem Rennrad den Luftdruck, damit die Reifen mehr Auflage haben.

  • Die Polizei ermittelt nach Brandstiftungen in
    Brandstiftung in Mönchengladbach : Zwei Porsche in Flammen – die Polizei ermittelt
  • An der Kaldenkirchener Straße, Ecke Schürenweg
    Rückstau auf viel befahrener Straße in Mönchengladbach : Drei verletzte Personen bei Verkehrsunfall auf Kaldenkirchener Straße
  • Der 19-Jährige saß am Busbahnhof in
    Raub in Mönchengladbach-Rheydt : 19-Jähriger wird gewürgt und mit Messer bedroht

Außer einem Helm sollten Radfahrer und E-Biker jetzt vor allem auch helle, leuchtende Kleidung tragen. "Man sieht heute schon einige, die mit speziellen Westen unterwegs sind", lobt der Leiter der Verkehrsüberwachung.

Auch Radfahrer und E-Biker müssen sich an die Verkehrsregeln halten. Tun sie aber häufig nicht. "Wir haben große Probleme mit Radfahrern, die als E-Biker unterwegs sind", sagt Küster. Wer das mache, begebe sich in große Gefahr, warnt der Verkehrsüberwacher. "Wenn Autofahrer aus einer Ausfahrt herausfahren, schauen sie meist nur nach links auf den fließenden Verkehr. Wenn da ein Radler auf dem Radweg von rechts kommt, wird er leicht übersehen", sagt Küster.

Häufig verwickelt sind Radfahrer auch in Abbiegeunfälle. Hier sind sie oft Opfer, weil sie von Autofahrern übersehen werden. Küster mahnt Autofahrer zur Vorsicht bei Abbiegevorgängen. Radfahrer, die sich im toten Winkel von Lkw-Fahrern befinden, sollten im Zweifel auf ihr Vorrangsrecht verzichten.

E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h gelten rechtlich als Fahrräder. Autofahrer und E-Biker sollten sich über diese Geschwindigkeit im Klaren sein. Küster empfiehlt, E-Bikes nur im Fachhandel zu kaufen und die Räder vorher auf einem Übungsparcours auszuprobieren. "So ein E-Bike schießt ganz schön ab beim Start", sagt er.

Übrigens gilt beim E-Bike- wie beim Fahrradfahren: Telefonieren mit Handys verboten. Und wer sich über Kopfhörer auf beiden Ohren mit Musik volldröhnt, muss ebenfalls mit einer Strafe rechnen. "Die Verkehrsgeräusche müssen noch wahrgenommen werden können", sagt Küster. Bei der Verkehrsüberwachung liegt ein großer Schwerpunkt auf der Überprüfung des Verhaltens von Radfahrern. Im kommenden Monat wird die Polizei dann auch Fahrräder auf technische Mängel hin prüfen.

(RP)