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Mönchengladbach: Fünf Wahlen am 25. Mai: Zählen bis tief in die Nacht

Mönchengladbach : Fünf Wahlen am 25. Mai: Zählen bis tief in die Nacht

Europawahl, OB-Wahl, Ratswahl, Bezirksvertretungswahl und Wahl des Integrationsrats – und das alles an einem Sonntag Ende Mai. Bis zum 7. April müssen Parteien Kandidaten benennen. Dann wird's hektisch.

Europawahl, OB-Wahl, Ratswahl, Bezirksvertretungswahl und Wahl des Integrationsrats — und das alles an einem Sonntag Ende Mai. Bis zum 7. April müssen Parteien Kandidaten benennen. Dann wird's hektisch.

Diese Wahl ist auch für den städtischen Wahlexperten Jürgen Strehlow eine ganz besondere. Aber was heißt hier — diese Wahl. Es sind fünf, die am 25. Mai bewältigt werden müssen: Europawahl, Oberbürgermeister-Wahl, Ratswahl, Bezirksvertretungs-Wahl und die Wahl zum Integrationsrat. Und als wäre das alles nicht genug, gibt es auch noch drei unterschiedliche Wählerverzeichnisse. Während bei Kommunal- und Integrationswahl bereits 16-Jährige ihre Stimme in die Urne werfen dürfen, darf bei der Europawahl erst ab 18 gewählt werden. "Aber das schaffen wir alles, auch wenn dieser Wahltag eine Herausforderung für uns ist. Wir müssen immerhin 39 verschiedene Stimmzettel einsetzen", sagt Strehlow.

Europawahl wird als erstes ausgezählt

Dazu kommen die unterschiedlichen Erwartungen, die von der politischen Szene der Stadt mit diesen Wahlen verbunden werden. Die Europawahl ist zwar wichtig, aber interessiert aus lokaler Sicht nicht ganz so. Ausgerechnet ihr Ergebnis muss aber als Erstes ausgezählt werden. Auch wenn es nur eine Stimme gibt, wird dies einige Zeit dauern. Bei der zweiten danach auszuzählenden Wahl wird es schon interessanter: Es ist die OB-Wahl. Da könnte es allerdings sein, dass keiner der Kandidaten gleich im ersten Wahlgang die notwendige Mehrheit bekommt und eine Stichwahl zwei Wochen später, am 15. Juni, notwendig wird. Und so richtet sich das Augenmerk in erster Linie auf die Wahlen für Rat und Bezirksvertretung. "Bis diese Ergebnisse feststehen, wird es allerdings einige Zeit dauern. Da müssen sich alle auf eine lange Nacht einrichten", sagt Strehlow.

Der städtische Wahl-Fachmann eilt zwar bereits derzeit von Termin zu Termin, um die Fünffach-Wahl vorzubereiten und vor allem die technischen Abläufe zu koordinieren. Doch richtig knifflig wird's für ihn und seine Mannschaft erst im April. Bis zum 7. April müssen Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerber ihre Vorschläge einreichen. Mitte April tagt dann der Wahlausschuss: Unter Vorsitz von Kreiswahlleiter Bernd Kuckels entscheidet dieses Gremium, welche Bewerber zugelassen werden. Auch OB Norbert Bude ist Wahlleiter — allerdings bei der Integrationswahl.

Und dann geht es auch schon ans Eingemachte: Vom 28. April bis zum 23. Mai öffnen die Wahlscheinbüros, die im Rathaus Rheydt und im Verwaltungsgebäude Oberstadt eingerichtet werden. Die bleiben im Übrigen auf, wenn es bei der OB-Entscheidung zu einer Stichwahl kommt. Diese mögliche Stichwahl muss Strehlow bereits jetzt bei der Vorbereitung ernsthaft ins Kalkül ziehen — und zwar bei den Bürgern, die Briefwahlunterlagen anfordern. "Wenn sie das für die Kommunalwahl machen, werden sie die Unterlagen auch für die Stichwahl benötigen. Und das müssen wir bereits jetzt berücksichtigen", sagt Jürgen Strehlow.

(RP)