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Mönchengladbach: Fünf Krimis um 17 vergessene Gräber auf Klinikgelände

Mönchengladbach : Fünf Krimis um 17 vergessene Gräber auf Klinikgelände

Siebzehn Gräber. Verwittert, längst vergessen, nur durch Zufall gefunden. Sie standen im Mittelpunkt einer Kurzkrimi-Sammlung, die drei von fünf beteiligten Autoren im BIS vorstellten. Jan Michaelis hatte seine Kollegen Deborah Haarmeier und Stephan Peters aus Düsseldorf zu einer gemeinsamen Lesung gebeten. Die beiden anderen an der gruseligen Anthologie Beteiligten - Ralf Buchholz und Jörg Marenski - waren verhindert.

Die Autoren näherten sich bei der Lesung dem heiklen Thema - die Krimisammlung beruht auf wahren Begebenheiten - auf unterschiedliche Art. Die frühere Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt der Rheinprovinz Düsseldorf-Grafenberg, heute als psychiatrische Landesklinik eine Einrichtung des Landschaftsverbands Rheinland, war zur Zeit des NS-Regimes beteiligt an einem dunklen Kapitel deutscher Geschichte. Es habe Transporte in Tötungsanstalten gegeben, auch Kranken- und Patientenmorde, wie Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, im Vorwort anmerkt.

17 unscheinbare Grabplatten auf dem Klinikgelände inspirierten die Autoren zur Auseinandersetzung mit dem Thema Euthanasie. Sie habe im Vorfeld aufwändige Recherchen unternommen, erklärte Deborah Haarmeier. "Mahnmal" hat die junge Illustratorin ihre Geschichte genannt, die Leser mitnimmt auf eine spannende Zeitreise. Eine Pflegerin versucht Patienten zu retten, mal mit, mal ohne Erfolg. Jan Michaelis trug aus seinem Werk mit dem bezeichnenden Titel "Mundtot" vor, erzählte von einem Aktivisten, der sich zur Aufgabe setzt, sich für Patienten-Rechte einzusetzen. "So ein abgeschlossener Raum ist meiner Meinung nach ideal als Schauplatz für einen Krimi", erläuterte der Düsseldorfer.

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Nach der Pause las Stephan Peters aus "Das 17. Grab" vor; in der Geschichte können nach einer Schein-Hinrichtung Opfer aus den Gräbern fliehen. Seine Frau Betty Peters begleitete ihn dabei am Klavier.

(cb)