Mönchengladbach: Friseur muss Strafe wegen Körperverletzung zahlen

Mönchengladbach : Friseur muss Strafe wegen Körperverletzung zahlen

Der Mönchengladbacher (52) musste sich jetzt wegen vorsätzlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Der Friseur hatte gegen einen Strafbefehl, der von ihm eine Geldstrafe von 750 Euro (30 Tagessätze zu je 25 Euro) forderte, Einspruch eingelegt. Bald war im Gerichtssaal klar, dass es sich bei dem Fall um eine Auseinandersetzung zwischen dem Angeklagten und dem einer Mutter, mit der der 52-Jährige befreundet war, handelte. Offenbar kam der Angeklagte nicht damit klar, dass der inzwischen 19-jährige Sohn mit einem älteren Mann befreundet war. Der Angeklagte wiederholte in der Gerichtsverhandlung den Verdacht, den er auch in der Familie des Jungen geäußert hatte: Der ältere Freund sei pädophil und missbrauche den Sohn der Freundin. Als sich der junge Mann als schwul bekannte, habe ihn der Angeklagte als "Schwuchtel" beschimpft. Am 21. März 2015 sei es mit dem damals 17-Jährigen zur körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Der Junge habe ihm ins Gesicht gespuckt und geschlagen, erinnerte sich der Angeklagte.

Der inzwischen 19-jährige Student gab zu: "Ja, ich habe ihn mit Kaugummi bespuckt. Aber er hat auch angefangen zu schlagen. Wir hatten kein gutes Verhältnis." Nach diesem Vorfall hat sich die Mutter von dem Angeklagten getrennt. "Ich habe einen neuen Freund. Der wird von dem Angeklagten angepöbelt", beschuldigte die 53-Jährige den Ex- Partner.

Am Ende schlug das Gericht dem Angeklagten eine Verfahrenseinstellung vor. Dieser reagierte zunächst uneinsichtig. Nachdem das Gericht ihm klargemacht hatte, dass ein Freispruch nicht in Frage käme, war er einverstanden. Jedoch muss er an den Verein Zornröschen, einer Fachberatungsstelle zu sexuellen Missbrauch, eine Geldbuße von 300 Euro in Raten zahlen.

(RP)
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