Mönchengladbach: Frau stirbt in Flammen

Mönchengladbach : Frau stirbt in Flammen

Bei einem Feuer in einem Bungalow in Uedding konnte am Mittwoch eine 66-Jährige nur noch tot unter den Trümmern geborgen werden. Als die Feuerwehr eintraf, brannte das Haus bereits lichterloh. Wenig später stürzte es ein.

Es müssen dramatische Szenen gewesen sein, die sich gestern Morgen in Uedding abspielten: Als die Feuerwehr gegen 3.50 Uhr an dem Bungalow an der Krefelder Straße eintraf, schlugen die Flammen aus den Fenstern.

Die Dachhaut war bereits durchgebrochen. Vor der Tür stand ein 74-Jähriger — rußgeschwärzt und geschockt. Er erklärte den Einsatzkräften, dass seine Frau sich noch in dem Haus befinde.

Mit 60 Mann versuchte die Feuerwehr, das Haus zu löschen. Doch die Arbeiten waren schwierig. "Schon zehn Minuten nach unserer Ankunft gab es die ersten Teileinstürze", sagte Josef Straetmans, Feuerwehrmann in Rufbereitschaft. Zeitweise waren bis zu drei Trupps unter schwerem Atemschutz im Einsatz, die den Brand mit bis zu sieben C-Rohren (die zweitgrößten Rohre) bekämpften. Als das Feuer schließlich unter Kontrolle war und Trümmer beiseite geräumt werden konnten, fanden Einsatzkräfte die Frau tot im Wohnzimmer im Bereich des Kamins.

Notfallseelsorger eingeschaltet

Der 74-Jährige, der vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden war, kehrte später mit seinen Töchtern zum Brandort zurück. Notfallseelsorger wurden gerufen, die sich um die Hinterbliebenen kümmerten.

Die Polizei beschlagnahmte den Brandort. Von einem Hubschrauber aus wurden Übersichtsaufnahmen gemacht, berichtete Polizeisprecher Jürgen Lützen. Über den Schaden konnten gestern noch keine Angaben gemacht werden. Der Winkelbau-Bungalow wurde jedoch komplett zerstört.

Der eingeschaltete Brandsachverständige schließt einen technischen Defekt in einer Lichterkette an einem Tannenbaum als Brandursache nicht aus. Wegen des hohen Zerstörungsgrades des Gebäudes könne dies allerdings nicht zweifelsfrei geklärt werden, so die Polizei.

Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde das Feuer von beiden Ehepartnern bemerkt. Da das Telefon im Haus nicht mehr funktionierte, lief der 74-Jährige zu einem auf dem Grundstück liegenden Bürogebäude, um von dort aus die Feuerwehr zu alarmieren.

Seine Frau, die eine Beinverletzung hatte, dadurch aber nicht bewegungsunfähig war, war ihm offensichtlich nicht gefolgt. Als der Mann zum Wohnhaus zurückkehrte, brannte es bereits in voller Ausdehnung und konnte nicht mehr betreten werden.

Erst am Vortag war die Feuerwehr zu einem Großbrand an der Salierstraße ausgerückt. Dabei waren 13 Menschen, darunter sieben Kinder, verletzt worden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Brand an der Krefelder Straße

(RP)