Mönchengladbach: Fortbildungen für Ärzte durch Kliniken Maria Hilf

Mönchengladbach : Fortbildungen für Ärzte durch Kliniken Maria Hilf

Programme für chronisch Erkrankte mit Koronarer Herzkrankheit, Diabetes und Asthma im St.-Franziskus-Krankenhaus.

Koronare Herzkrankheit, Diabetes und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD-Asthma gelten als die drei großen Volkskrankheiten. In einer Fortbildung für niedergelassene Ärzte wurde im Krankenhaus St. Franziskus eine DMP-Veranstaltung ausgerichtet. DMP steht für Disease Management Program und damit für strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen. Etwa 170 niedergelassene Ärzte waren gekommen, um sich über eine Mischung aus Fallbeispielen, Tipps für die Praxis und die Vorstellung aktueller Therapieleitlinien sowie neuen Studien und Entwicklungen informieren und fortbilden zu lassen. Veranstaltungsleiter Professor Dr. Jürgen vom Dahl, Chefarzt und Kardiologe, betonte: "Unser Ziel ist eine engmaschige und qualitativ bessere Patientenbetreuung, und das funktioniert auch." Niedergelassene Ärzte, die im Disease Management Program Patienten betreuen und ein dafür vorgesehenes Budget erhalten, müssen sich einmal im Jahr fortbilden lassen. Diese Fortbildung bieten die Klinken Maria Hilf im Franziskus-Krankenhaus an. Thema der DMP-Veranstaltung sind unter anderem die Betreuung der Patienten im Alltag, medikamentöse Möglichkeiten und modernde Strategien. Die fachliche Weiterbildung wurde im Wesentlichen von Mitarbeitern der internen Fachabteilungen geleistet. Damit stellt das Haus zugleich seine Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie vor.

Höhepunkt waren zwei Live-Schaltungen aus dem Herz-Katheterlabor. Die eine zeigte die Therapie eines Diabetikers mit diffuser Koronarer Herzkrankheit, die zweite die Behandlung einer Frau mit einem Loch in der Herzscheidewand. Die Patientin hatte in Folge einer Embolie einen kleinen Herzinfarkt erlitten. Bei der Live Übertragung zeigte Oberarzt und Kardiologe Dirk Rulands einen PFO-Verschluss, eine minimal-invasive-Therapie. Dabei wurden über einen Katheter zwei "Schirmchen" eingeführt, um das Loch in der Herzscheidewand zu verschließen. Eine Lokalanästhesie ersparte der Patientin das Narkoserisiko.

Im Haus Erholung besuchten am selben Tag etwa 140 Teilnehmer das achte Aachener-Düsseldorfer-Mönchengladbacher-Forum zum Thema aktuelle Hämatologie 2018. Das findet in Kooperation mit den Universitäten Aachen und Düsseldorf unter wechselndem Vorsitz immer in Mönchengladbach statt. Die wissenschaftliche Leitung lag in diesem Jahr bei Chefarzt Prof. Ullrich Graeven und Oberärztin Christiane Lange, beide von der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Stammzelltransplantation und Gastroentrologie der Kliniken Maria Hilf Mönchengladbach. Beim Forum werden immer die neuesten Studienergebnisse des weltweit größten Hämatologen-Kongresses in den USA vorgestellt. Die Thematik entspricht dem Schwerpunkt der Klinik als der einzigen in der Region, die die Behandlung von bösartigen Bluterkrankungen durchführt. Prof. Graeven ist überzeugt, dass die Fülle neuer Medikamente auf bessere Ergebnisse bei der Behandlung von Leukämie hoffen lässt. "Man muss nicht mehr alle Patienten über einen Kamm scheren. So können auch Nebenwirkungen eingeschränkt werden. Doch das erfordert die entsprechende Spezialisierung", so der Chefarzt. Er weiß um die Beliebtheit des Forums, da Kollegen kompakt und aktuell berichten.

(anw)
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