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Mönchengladbach: Flüchtlingsstrom hält an: Heime zu 80 Prozent ausgelastet

Mönchengladbach : Flüchtlingsstrom hält an: Heime zu 80 Prozent ausgelastet

Ende Januar haben 608 Flüchtlinge in Mönchengladbach gewohnt. Sie teilen sich größtenteils auf städtische Heime und angemiete Häuser und Wohnungen auf. Da der Flüchtlingsstrom weiter anhält, wird der Platz eng.

Dies geht aus einem Bericht über die aktuelle Flüchtlingssituation in Mönchengladbach hervor. Die Asylbewerber verteilen sich auf die städtischen Übergangsheime an den Straßen Luisental, Bockersend, Eickener Straße und Hardter Straße, auf drei von der Stadt angemietete Mehrfamilienhäuser an Aachener Straße und Viktoriastraße sowie auf eine Reihe von Wohnungen in Objekten der städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Darüber hinaus leben 264 Flüchtlinge mit Asylbewerberstatus in selbst angemieteten Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt.

Flüchtlinge kommen aus Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien

Die städtischen Unterkünfte sind derzeit zu rund 80 Prozent ausgelastet. Hier sind noch 58 Plätze belegbar. Nach Auskunft des Fachbereichs Soziales und Wohnen hält der Zuzug von Flüchtlingen unvermindert an. Flüchtlinge kommen entweder im Wege der Zuweisung durch die Bezirksregierung Arnsberg oder als Folgeantragsteller, die in einem vorherigen Asylverfahren schon einmal hier waren, nach Mönchengladbach.

Im vergangenen Jahr hat es 263 Erstzuweisungen und 270 Folgeanträge gegeben. 265 der insgesamt 533 im vergangenen Jahr zugezogenen Flüchtlinge kamen aus den ehemaligen Jugoslawien-Staaten Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien. Auch bei den 270 Folgeantragstellern handelt es sich zum größten Teil um Angehörige dieser Staaten. Da diese Flüchtlinge bis zur Ablehnung des Asylantrags selten länger als wenige Wochen oder Monate in Mönchengladbach bleiben, kommt für sie eine Vermittlung auf dem freien Wohnungsmarkt nicht in Betracht. Sie bilden deshalb auch den Großteil der Flüchtlingsgruppe, die in den Gemeinschaftsunterkünften lebt.

(met)