Flashmob gegen Gewalt in Mönchengladbach

Mönchengladbach : Frauen und Männer tanzen gemeinsam gegen Gewalt

„Der Valentinstag ist der Tag der Liebe. Mit dem Tanz-Flashmob soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass für viele Frauen eben diese Liebe nicht besonders schön ist, sondern in Gewalt endet“, sagte Monika Hensen-Busch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mönchengladbach.

Etwa 100 Menschen, darunter auch einige Kinder, kamen am Donnerstagabend am Sonnenhausplatz zum One Billion Rising Flashmob zusammen.

Jede dritte Frau erlebt ein Mal in ihrem Leben sexuelle Gewalt. Das ergibt weltweit eine Summe von einer Milliarde Frauen, woher auch der Name „One Billion Rising“ stammt. „Gegründet wurde der Flashmob von der amerikanischen Feministin Eve Ensler“, sagte Hensen-Busch. „Das war 2012. Schon ein Jahr danach beteiligten sich viele weitere Länder an der Aktion, die immer am Valentinstag stattfindet.“ Mehr als 100 Länder sind bereits beteiligt, in Deutschland findet der Tanzflashmob in etwa 180 Orten statt. Überall wird zur gleichen Zeit die selbe Choreographie getanzt.

Initiiert wurde der Flashmob in Mönchengladbach von der Gleichstellungsstelle der Stadt sowie dem Verein freeflow, der sich für Kreativität, Bildung und Gesundheit einsetzt. Um 18.15 Uhr war es soweit – der Flashmob begann. Die Teilnehmer tanzten auf dem Sonnenhausplatz und warfen Ballons in die Luft, bevor eine Ansprache Hensen-Buschs folgte, um die umstehenden Zuschauer über den Grund der Aktion aufzuklären.

„Auch am letzten Valentinstag haben wir uns hier auf dem Sonnenhausplatz getroffen, da hatten wir etwa 150 Teilnehmer, was mich sehr gefreut hat“, erzählt die Gleichstellungsbeauftragte. „Mir liegt das Ganze sehr am Herzen. Es ist noch immer wichtig, aufzuzeigen, wie viele Frauen Opfer von Gewalt werden. Wir Frauen sind stark und möchten ein selbstbestimmtes Leben führen können. Es ist einfach schön zu sehen, wie viele Frauen, Männer und Kinder hier zusammenkommen, um ein Zeichen zu setzen. Liebe bedeutet Respekt, dazu gehört natürlich, respektvoll miteinander umzugehen.“

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