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Gelb-Blaue Funken: Finn ist wieder da: Entführer mit schlechtem Gewissen

Gelb-Blaue Funken : Finn ist wieder da: Entführer mit schlechtem Gewissen

Der Ruf erreichte uns am Mittwoch: "Können Sie uns helfen? Finn ist weg!" Die Polizei musste zwar nicht tätig werden, weil akute Gefahr für Leib und Leben nicht drohte.

Aber Finn, den angeblich jeder Mönchengladbacher Karnevalist kennt, ist für die Jecken von den Gelb-Blauen Funken ganz wichtig. Der lustig schauende Plüsch-Gardist genießt bei ihnen Kultstatus und ist Markenzeichen der Jecken. Und bevor Sie nun mit den Gelb-Blauen bangen und hoffen, können wir allen ganz schnell die Angst nehmen: Finn ist wieder da — der oder die (noch) unbekannte(n) Entführer haben ihn anonym zurückgebracht.

Kurz zur Geschichte: Verschwunden war Finn nach dem Garnisonsabend der Garde am vergangenen Samstag in der Eickener Mehrzweckhalle. Während der Veranstaltung saß er — für alle 500 Gäste sichtbar — auf einem extra für ihn gefertigten kleinen blauen Stühlchen auf der Bühne. "Als das Prinzenpaar nach seinem Auftritt zusammen mit der Großen Rheydter Prinzengarde die Bühne verließ, wurde Finn von einem der Gardisten mitgenommen", erzählt Saxofonist Roger Kamper.

Gestohlen wurde er vom Gardisten aber nicht. Eine Dame der Regimentskapelle spurtete der Rheydter Garde hinterher und holte Finn zurück. "Meine Lebensgefährtin nahm ihn mit in den Thekenbereich. Als sie zur Toilette ging, setzte sie Finn im Foyer des Kellers kurz ab. Als sie zurückkam, war er verschwunden", sagt Kamper. Danach setzten die Gelb-Blauen Funken alle Hebel in Bewegung, um Finn zurückzubekommen. "Wir appellieren an die Ehrlichkeit aller Karnevalisten und Privatpersonen, die in der Halle waren, und bitten: Bringt Finn bitte zurück!", sagt Kamper.

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Das selbst gestaltete Maskottchen hat einen hohen ideellen Wert. Kamper: "Die Uniform haben wir selbst geschneidert und ihm angezogen." Der Diebstahl der kleinen Plüschfigur schmerzte und stimmte die Jecken traurig. Umso größer war gestern die Freude, dass er wieder da ist. Funkenchef Ralf Radermacher teilte dies seinen Leuten per Telefonkette mit. Christian Lingen

(cli)