Mönchengladbach: Fassaden-Check: Innung ist zufrieden

Mönchengladbach : Fassaden-Check: Innung ist zufrieden

Abblätternder Putz ist leicht zu sehen, kleine Risse hinter dem Putz sind schon schwieriger zu erkennen. Die Schäden können auf Dauer immens sein. Nicht nur, dass die Fassade die Schutzschicht des Hauses ist, wenn sich Feuchtigkeit im Mauerwerk festsetzt, wird die Bausubstanz geschädigt.

Schimmel, Algen- und Moosbefall sowie Nässe sind die Folgen. Um darauf aufmerksam zu machen und neue Geschäfte zu generieren, hat die Maler- und Lackierer-Innung in Mönchengladbach die Aktion Fassaden-Check durchgeführt. "30 der rund 100 Innungsbetriebe haben mitgemacht und vom 15. März bis 15. Mai 100 Checks durchgeführt", berichtet Jochen Maaßen, Obermeister der Maler- und Lackiererinnung.

Check dauert eine Stunde

Daraus sind 70 konkrete Angebote entstanden, 20 davon sind zu Aufträgen geworden. "Da solche Sanierungsmaßnahmen deutlich teurer sind, als die Renovierung eines Zimmers, dauern die Entscheidungen der Kunden länger", sagt Maaßen. "Wir rechnen damit, dass noch aus einigen Angeboten Aufträge werden." Eine Stunde dauert der Check, bei dem mit Hilfe der Lasertechnik feine Risse erkannt und ein Wärmebild gemacht werden.

Unter den Teilnehmern am Fassaden-Check wurden zehnmal 100 Euro verlost, gestiftet von der Stadtsparkasse Mönchengladbach. Einer der Gewinner ist Eckhard Hurasky. Sein 1926 erbautes Haus am Schürenweg war mit Efeu und Wein bewachsen. "Der weiße Putz über der Bepflanzung hatte sich verändert", sagt er. Der starke Verkehr in der Nähe und Wettereinflüsse hatten ihre Spuren hinterlassen. Nachdem die Pflanzen und Wurzeln entfernt wurden, wurde mit Hilfe des Fassaden-Checks geklärt, ob eine Dämmung der Fassade sinnvoll sei und welche Sorte von Farben für die Sanierung infrage kommt.

Mit der Teilnahme ist die Innung zufrieden. "Wir werden den Fassaden-Check in 2013 wiederholen", verspricht Maaßen. In 2014 soll es wieder einen Fassaden-Wettbewerb geben, der letzte fand 2009 statt.

(gam)
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