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Was man in Mönchengladbach in den Ferien unternehmen kann

Diesen Freizeitspaß bietet Mönchengladbach : Schöne Ferien in der eigenen Stadt

Auch wer zu Hause bleibt, kann einen richtig guten Familienurlaub erleben. Mönchengladbach bietet eine Menge für jede Altersklasse. Viele Aktivitäten sind sogar kostenlos möglich.

Es sind Ferien, aber nicht alle können oder wollen gerade wegfahren. Den Daheimgebliebenen bietet Mönchengladbach für den Urlaub in der eigenen Stadt eine ganze Menge. Ein paar Vorschläge, was Familien unternehmen können und ihre Stadt dabei neu entdecken:

Tiere beobachten Am einfachsten ist es sicher, den Tiergarten Odenkirchen zu besuchen. Das hat den Vorteil, dass hier die Tiere auch gefüttert werden dürfen. Im Park und auf dem Feld ist das nicht möglich. Dafür aber kann man die Tiere in der freien Natur beobachten. Rund um Schloss Rheydt gibt es neben der berühmten Pfauen auch viele Wasservögel und Fische. Auf der Kamphausener Höhe sind Feldhasen zu Hause und am Lenßenhof stehen Schafe auf der Weide. Auch am Biohof Brungs in Venn sind Kühe und Hühner direkt auf den Wiesen zu sehen. Den Besuch kann man mit einer Wanderung oder Radtour verbinden.

Ausflug in die Kleingartenanlage Klingt langweilig? Von wegen! Hier gibt es viel zu entdecken. Viele Vereine zeigen auf Schautafeln, was hier zwischen Hecken und Gemüsebeeten krabbelt und fliegt. In den meisten Kleingartenanlagen gibt es Imker, die gerne etwas über ihre Bienen erzählen. Der Verein Waldhausen hat sogar einen „offenen“ Bienenstock, in den man gefahrlos hineinschauen und den Tieren bei der Arbeit zusehen kann. Wer erkennt die Königin?

 In vielen Kleingartenanlagen werden die fliegenden und krabbelnden Bewohner der Gärten auf Schautafeln vorgestellt.
In vielen Kleingartenanlagen werden die fliegenden und krabbelnden Bewohner der Gärten auf Schautafeln vorgestellt. Foto: Garnet Manecke
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Stadttour mal anders Die Route für den Tagesausflug durch die Stadt liegt direkt vor den Füßen. Wer sich am Kunstwerk „Bodentausch“ von Vaago Weiland orientiert, bekommt die Schnitzeljagd gleich mitgeliefert. Das Werk führt vom Fuß des Abteibergs einmal quer durch die Stadt. Orientierungspunkte sind die 100 gelben, im Boden verankerten Metallquadrate, die entlang der Skulpturenmeile die Route durch die Stadt markieren. Alle 250 Meter findet sich einer dieser verzinkten Rahmen. Aber aufgepasst: Manche sind etwas versteckt in einer Ecke und von vielen ist die gelbe Farbe inzwischen abgeschrabbelt. Nachwuchsbotaniker können genau untersuchen, ob und was in den Kästen wächst – oder ob sich Pflanzen lieber gleich neben den Kästen ansiedeln. Mit einer App ist das Bestimmen ganz einfach. Nebenbei kommt man an wichtigen Bauwerken wie dem Münster, dem Museum Abteiberg  und der Kaiser-Friedrich-Halle vorbei und kann einen Abstecher machen. Und Kunstliebhaber finden auch eine ganze Menge. Wo hängt ein Werk in den Bäumen, wo steht ein rosa Kunstwerk und spielen auch Kinder eine Rolle in der Kunst?

Golfen en Miniature Minigolf: Das klingt ein bisschen angestaubt. Aber wer nach dem Golfschläger greift und versucht, den Ball elegant und schnell einzulochen, wird bald feststellen, dass Spaß quasi garantiert ist. Dazu trägt bei, dass die Kinder eine reale Chance haben, gegen die Erwachsenen zu gewinnen. Wie die kleine Schwester des Golfspiels auf Profiniveau ausgetragen wird, kann man sich auf der Anlage am Bunten Garten abgucken. Hier trainieren die Profis des 1. KGC Mönchengladbach, den Ball mit einem Ass, also einem Schlag, einzulochen.

Hoch hinaus Lockdown und Homeschooling haben laut Medizinern vielfach zur Bewegungslosigkeit geführt. Also runter von der Couch und los geht’s. Die Stadt Mönchengladbach liegt zwar am flachen Niederrhein, trotzdem findet man hier einige Hügel und Treppen, mit denen man sich wieder fit machen kann. Wer schafft es als Erster, die Stufen zum Abteiberg zu erklimmen? Wie viele Wegbiegungen hat der Monte Clamotte im Stadtwald, und was kann man von oben eigentlich alles sehen? Oder wie wäre es, mal richtig zu klettern? In der Kletterkiche können sich Kinder wie Eltern ausprobieren - egal, ob blutiger Anfänger oder Profi.

Hören und Sehen Wie wär’s denn mal mit einem Besuch in einer Ausstellung? Ok, bei Teenagern löst der Vorschlag sicher erst mal den Augenroll-Reflex aus. Aber wenn sie damit durch sind, kann es doch sehr interessant werden. In diesem Jahr besonders, denn in der Citykirche ist bis 6. August die Ausstellung „Kopfkino“ zu Gast. Es geht darum, welche Vorstellungen man sich von jemandem macht, den man zwar hört, aber nicht sieht. Spannend, weil man etwas über sich lernt und weil man eine kleine Ahnung davon bekommt, wie es sich für blinde Menschen anfühlt, ihr Gegenüber nicht zu sehen. Dazu gibt es ein Begleitheft mit einigen Versuchen, sich selbst „blind“ zu bewegen. Nur wenige Schritte von der Citykirche entfernt ist das Museum Abteiberg. Wer mit seinen Kindern durch die Ausstellung geht und die mal erzählen lässt, wie sie die Kunst sehen, gewinnt ganz neue Perspektiven. Im Museum Schloss Rheydt begibt man sich auf die Spuren der Ritter und kann auf dem Gelände so manchen Geheimgang entdecken.

 Was man mit Kindern in Mönchengladbach machen kann. Stadttour mit Vaago Weilands "Bodenaustausch" quer durch die Stadt.
Was man mit Kindern in Mönchengladbach machen kann. Stadttour mit Vaago Weilands "Bodenaustausch" quer durch die Stadt. Foto: Garnet Manecke

Neben den großen Museen hat Mönchengladbach auch einige kleine, privat geführte Museen zu bieten: Das „Stars of the Galaxy“ am Berliner Platz ist auch für Menschen interessant, die noch nie einen „Star Wars“-Film gesehen haben. Über 1000 Exponate aus der Welt der Film-Galaxien geben einen Einblick, wie man zu Opas Zeiten ohne Computer die Special Effects erzielte.

In der Fohlenwelt im Borussiapark rollt der Ball stetig. Die glorreiche Geschichte von Borussia Mönchengladbach wird hier erzählt, von den Anfängen und den großen Helden der 1970er Jahre bis in die Gegenwart. Und gut geplant, kann man eine Stadionführung mit dem Museumsbesuch kombinieren. Oder den Fußballhelden der Gegenwart womöglich beim Training zusehen.

Welches Thema soll’s denn sein? Die Mischung macht’s: Ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Ruhe, ein bisschen Bewegung, ein bisschen Denksport. Damit die Ferien für die ganze Familie schön werden, muss für alle etwas dabei sein. Da bieten sich Thementage an, bei denen sich verschiedene Aktivitäten kombinieren lassen, sagt Kulturpädagogin Nadine Fabri. Unter der Überschrift „Wald“ kann man zum Beispiel gemeinsam ein Buch lesen, sich mit dem Ökosystem Wald beschäftigen und sich auf die Suche nach großen und kleinen Waldstücken in der Stadt machen. Ausflüge ins Grüne lockert ein Picknick auf, und im Hardter Wald ist sogar Ponyreiten möglich. Themen finden sich reichlich in der Stadt: Was wächst denn da?, Sternenwelten, Streetart oder ungewöhnliche Gebäude – einfach die Phantasie laufen lassen und auf Endeckungsreise gehen. Es lohnt sich.