Sport in Mönchengladbach: Wie Kinder den richtigen Verein finden

Familien in Mönchengladbach : Wie Kinder den richtigen Sport in der Stadt finden

Nicht nur Bewegung ist wichtig für Kinder, in Sportvereinen wird auch Teamgeist und Gemeinschaft gepflegt. Der Stadtsportbund gibt Tipps, wie Familien den richtigen Sport für Kinder finden.

Von Natur aus sind Kinder immer in Bewegung, sie laufen, hüpfen, wollen nicht still sitzen. Wer jemals versucht hat, kleine Kinder an einem Regentag in der Wohnung zu beschäftigen, weiß davon ein Lied zu singen. Aber unser moderner Alltag ist andererseits sehr bewegungsarm. Spätestens wenn sie zur Schule kommen, sitzen die Kinder viel. Das macht sich deutlich bemerkbar. „Es fällt auf, dass die motorischen Fähigkeiten der Acht- bis Neunjährigen heute weniger gut ausgeprägt sind als vor 20 Jahren“, sagt Stadtsportbundchef Johannes Gathen, seit vielen Jahren als Leichtathletiktrainer für Kinder und Jugendliche aktiv. Was hilft dagegen? Früh die richtige Sportart für das eigene Kind zu finden, ist ein Weg. Doch zwischen alle den Angeboten von Fußball über Tischtennis bis Unterwasserrugby: Wie findet man die richtige Sportart für sein Kind?

Im Kleinkindalter ist es eigentlich ganz einfach: Es gibt bei vielen Sportvereinen Eltern-Kind-Angebote. „Damit kann man anfangen, sobald die Kinder krabbeln können“, sagt Gathen. Das kann dann direkt ins Kinderturnen münden, das für Kinder ab drei bis vier Jahren geeignet ist. Ja, die Eltern brauchen Zeit, um die Kinder dorthin zu bringen, aber: „Sie gewinnen ja auch die eine Stunde Zeit, um Einkäufe zu erledigen oder selbst Sport zu treiben“, sagt Sonja Beba, Jugendbildungsreferentin beim Stadtsportbund. Bei der Auswahl des Kindergartens lohnt es sich auch zu überlegen, ob ein Bewegungskindergarten das Richtige für das eigene Kind ist. Zehn, ab Mai elf, dieser Kitas gibt es in der Stadt: Dort wird besonderer Wert auf Bewegung gelegt und auch mit Sportvereinen kooperiert.

Auch in anderen Kitas präsentieren sich mitunter Sportvereine, die die Kleinen an Fußball, Handball, Hockey oder Schwimmen heranführen wollen. Spätestens in der Grundschule lernen die Kinder Sportarten natürlich auch im Sportunterricht kennen. „Die Eltern sollten die Kinder erst einmal fragen, was ihnen Spaß macht und dann zum Schnuppertraining in die Vereine gehen“, sagt Svenja Döring vom Stadtsportbund. Wenn’s beim ersten Mal nicht das Richtige ist – dran bleiben und was Anderes ausprobieren, raten die Experten. „Wenn Kinder die richtige Sportart gefunden haben, dann sind sie mit Enthusiasmus dabei“, weiß Sonja Beba, selbst Leichtathletin. Im besten Fall macht sie der Sport fit fürs Leben – ein Leben lang.

Allerdings sollten Eltern auch nicht zu früh Ehrgeiz entwickeln und im Kind den kommenden Sport-Star sehen. „Man sieht schon, ob die Kinder bewegungsaffin sind“, sagt Gathen, „aber besonderes Talent kann man nicht vorhersagen. Die Entwicklung in der Pubertät ist entscheidend.“

Beim Familiensporttag des Stadtsportbundes können verschiedene Sportarten getestet werden. Foto: Stadtsportbund

Um Familien die Wahl der passenden Sportart zu erleichtern, hat der Stadtsportbund eine Reihe von Aktivitäten geplant, bei denen Eltern und Kinder Sportarten geballt kennenlernen können. Am 6. Juli stellen sich mehr als 20 Vereine in der Radrennbahn-Sportanlage im Volksgarten vor. Hier kann man auch attraktive Sportarten erleben, die weniger im Fokus stehen: zum Beispiel Kunstradfahren, Kanu, Jiu-Jitsu oder bestimmte Tanzsportarten. Dieser Familien-Sporttag ist die Auftaktveranstaltung zum Angebot „Sport im Park“: Während der Sommerferien gibt es täglich kostenlose Sportangebote in Parks oder auf öffentlichen Plätzen zum Hineinschnuppern. Genügend Gelegenheit für Familien in den nächsten Monaten also, die richtige Sportart und den richtigen Verein zu finden. Bei Fragen stehen außerdem die Experten des Stadtsportbundes zur Verfügung. „Wir unterstützen gern bei der Vereinssuche“, versichert Döring.

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