Schulbeginn in Mönchengladbach: Polizei mahnt zu besonderer Vorsicht

Schulbeginn in Mönchengladbach : Polizei mahnt Fahrer zu besonderer Vorsicht im Verkehr

Am heutigen Mittwoch beginnt das neue Schuljahr – genau 2163 Kinder werden dieses Jahr in Mönchengladbach eingeschult. Jetzt richtet die Polizei einen Appell an Fahrzeugführer, besonders vorausschauend zu fahren und vor allem an Schulen bremsbereit zu sein.

An den meisten gilt Tempo 30 – seit 2018 auch an denen, die an Hauptverkehrsstraßen gelegen sind. Die Stadt kontrolliert die Geschwindigkeit „regelmäßig und intensiv“, wie Sprecher Dirk Rütten mitteilte. 2018 habe die Stadt knapp mehr als 74.500 GeschwindigkeitsVerstöße erfasst.

Viele Erstklässler sind noch nicht dazu in der Lage, Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Außerdem kommt es oft zu brenzligen Situationen, wenn Kinder für Fahrer unvorhergesehen reagieren. Die Polizei appelliert daher auch an Eltern, ihre Kinder mit dem Schulweg vertraut zu machen. Mit Blick auf die bevorstehende dunkle Jahreszeit empfiehlt die Polizei zudem gut sichtbare, reflektierende Kleidungsstücke.

Ein anderes Thema, das viele Eltern und deren Kinder betrifft, ist das der „Eltern-Taxis“. Vielerorts kommt es morgens vor der Schule zu Staus, weil Eltern ihre Kinder absetzen. Im Dezember kam es im morgendlichen Verkehr an einer Mönchengladbacher Schule zu einem tragischen Unfall, bei dem ein achtjähriges Mädchen von einem rückwärts fahrenden SUV überrollt wurde und später im Krankenhaus gestorben ist.

Vor einigen Wochen wurde im Bereich um die Grundschule Schulstraße, wo es im Dezember zu dem tragischen Unglück gekommen ist, die Verkehrsführung geändert. Die Luise-Vollmar-Straße ist jetzt entlang des Schulgeländes eine Einbahnstraße. Außerdem gibt es für die Grundschule an der Leifhelmstraße jetzt eine „Kiss-and-Drop-Zone“, ein Haltebereich, an dem Eltern ihre Kinder absetzen können.

Um Unfälle zu vermeiden und Schulwege sicher zu machen, unterstützt die Stadt zahlreiche Projekte und Initiativen. „Walking Bus“ heißt so eine Initiative, bei der sich Schüler sammeln und in einer Gruppe mit Eltern zur Schule gehen. Das reduziert den Verkehr vor den Schulen – genau wie die Initiative „Goldi go! Bewegt zur Schule“, die nun fortgesetzt werden soll.

Die Initiativen und Präventionsprogramme wie „Kids in MG – sicher unterwegs“ tragen Früchte: Noch vor 20 Jahren war Mönchengladbach die Stadt mit den meisten Verkehrsunfällen, bei denen Kinder verletzt wurden. Kurze Zeit später konnte die Zahl halbiert werden – und sie soll weiter schrumpfen.

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