Oster in Mönchengladbach: Warum Kinder so gerne Verstecken spielen

Ostern in Mönchengladbach : Warum Kinder so gerne Verstecken spielen

Stups der kleine Osterhase von den Pfiffikus-Kindern aus Mönchengladbach

Eins, zwei, drei – ich komme! Versteckspielen ist und bleibt ein beliebtes Kinderspiel. Auch im Familienzentrum Pfiffikus steht das Spiel hoch im Kurs, und ist ein gutes Training für die Ostereiersuche.

Der beliebsteste Platz ist unter dem Klettergerüst, ist doch klar. Der Tunnel aus Holzlatten ist das ideale Versteck für die Kinder der Kita im Familienzentrum Pfiffikus, denn gesehen wird man dort nicht sofort – hat aber einen guten Überblick durch die Schlitze zwischen den Latten, um das Gelände zu beobachten.

Wohl seit Jahrhunderten spielen Kinder Verstecken, und das Suchen und Finden hat nicht nur zu Ostern seinen gewissen Reiz. Im Kinder- und Familienzentrum spielen die Kleinen regelmäßig Verstecken. „Da muss man aufzählen und sich verstecken“, erklärt Leonie. Die Fünfjährige gehört zu den älteren Kindern und für sie ist das beste Versteck schon lange nicht mehr unter dem Klettergerüst oder hinter einem der Büsche: Sie hockt lieber hinter einer großen Box vor dem Gartenhäuschen und ist dort kaum zu sehen.

Luca stellt sich hinter einen dichten Busch. Foto: Milena Reimann

„Versteckspielen finden Kinder generell sehr schön, das ist ein richtiger Sport“, sagt Samira Rippegather, Leiterin des Familienzentrums. Warum das wohl so ist? Da muss sie selbst erst einmal nachdenken. „Das ist eine richtige Spannung, die entsteht. Man fragt sich die ganze Zeit, ob man gefunden wird“, sagt sie. Nervenkitzel wie bei einem Krimi sei das.

Leonie liebt das Versteckenspiel, vor allem mit ihrer „Omi“, erzählt sie, denn ihre kleine Schwester Emma, die „versteht das noch nicht so gut, die versteckt sich immer da, wo ich sie sehe“. Bei ihrer Oma im Garten sei das beste Versteck im Gartenhaus zwischen den Gartensachen. „Meine Oma sucht mich gerne und ich such meine Oma gerne“, sagt sie. Im Haus sei das beste Versteck natürlich unter der Couch – „da findet mich meine Oma nie im Leben!“ Na hoffentlich liest die Oma hier nicht mit.

Weil Luca gefunden wurde, ist er nun mit Zählen dran. Foto: Milena Reimann

Natürlich trainieren die Kinder mit dem Versteckspielen gewissermaßen auch für Ostern. Bereits am Donnerstag gab es das große Osterfest im Kindergarten mit Hefezopf, Kakao und Eiersuchen. „Die Kinder verstecken sich dann oft die gefundenen Eier wieder gegenseitig“, sagt Rippegather. So beliebt ist das Suchen und Finden.

Und am Osterwochenende gehen viele der Kinder auch mit ihren Familien auf Eiersuche. Nebiat (3) weiß: „Der Osterhase versteckt die Eier schwierig oder leicht. Die schwierigen liegen im Garten ganz hinten im Gras.“ Luca (3) hingegen weiß noch nicht so recht, was Ostern alles passieren wird. „Dann kommt der Weihnachtsmann“, glaubt er. Und was bringt der dann? Da ist sich Luca ziemlich sicher: Eier natürlich.

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