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Mönchengladbach: Kolumne Elke Kamper – Waldspiele für alle!

Natur-Kolumne aus Mönchengladbach : Waldspiele für alle! Entdecke die kindliche Neugier wieder

Unsere Kolumnistin ermuntert alle, die Geheimnisse der Natur – auch in Mönchengladbach – zu entdecken. Das geht besonders gut auf spielerische Weise. Dafür braucht man kein Kind zu sein, findet unsere Autorin.

Ich gehe mit einer guten Freundin an der Niers spazieren. Und sie erzählt mir, dass sie gerne meine Kolumne liest und alle Spiele, die ich vorstelle, sehr mag. Wenn die Kinder noch klein wären, würde sie die bestimmt auch alle ausprobieren, sagt sie. Ich freue mich über ihr Interesse. Dann fällt mir aber auf, dass es eigentlich schade ist, dass wir für ein paar erlebnisreiche Stunden im Wald, in denen wir spielerisch etwas über die Natur lernen können, immer denken, das ginge nur mit kleinen Kindern.

Ich möchte meine Leserinnen und Leser, die vielleicht große oder keine Kinder haben, dazu ermuntern, sich ruhig einmal mit dem Gedanken anzufreunden, mit ein oder zwei Spielen in der Tasche in die Natur zu gehen. Warum nicht einmal auch ohne Kinder an einen Baum setzen und die Geräusche, die man hört, zeichnen oder mit einem Fotodöschen in der Hand und etwas Wasser ein Waldparfüm zaubern. Hier reichen schon vier bis fünf achtsame gepflückte Ministücke einer Pflanze, die man mit einem kleinen Stöckchen im Wasser rührt und stampft, und schon hat man einen tollen Duft. Versetzen Sie sich mit oder ohne Kinder in den wunderbaren forschenden Zustand Ihrer Kindheit.

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Die Natur bietet uns so viele Möglichkeit, spielerisch in ihr unterwegs zu sein. Eine Wanderung mit allen Sinnen zu erleben und diese mit kleinen Spielen zu unterstützen, geht wirklich in jedem Alter. Mein Appell an alle Eltern und Großeltern, Singles oder Paare: Bewahren Sie sich die Freude einiger magischer Momente im Wald. Das öffnet die Augen für ganz viele neue Aspekte.

Das gilt für Geräusche, Gerüche aber auch für alles Visuelle. Ein Spiel für wirklich ALLE (ich habe euch nicht vergessen, liebe Familien): Basteln oder kaufen Sie Passepartouts, damit jeder einen Bilderrahmen für die Wanderung dabei hat. Die Größen und Farben sind ganz Ihnen überlassen. Tatsächlich macht es am meisten Spaß, wenn man mit den Kindern (oder alleine!) vorab in verschiedenen Farben einige Modelle aus festerem Papier selber bastelt.

Nun ab in die Natur! Jeder sucht sich mit dem Bilderrahmen seine Lieblingsmotive in der Natur aus. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Das Passepartout kann auf dem Boden liegen oder an einen Baumstamm gehalten werden, denn die meisten Bäume haben wundervolle Gesichter in ihren Rinden, die man so entdecken kann. Aber auch eine Wildbiene oder ein Falter auf einer Distel können vom Passepartout umrahmt ein tolles Motiv ergeben.

Ich verrate lieber nicht zu viel, denn, glauben Sie mir, es gibt wirklich viel zu entdecken, und es ist schöner, wenn Sie nicht gleich alles von mir vorgegeben bekommen. Mit der Handykamera oder dem Fotoapparat halten Sie nun diese tollen Kunstwerke fest. Möglichst so, dass man nur den Rahmen und das Motiv sieht. Zuhause können diese Bilder ausgedruckt werden. Ich hoffe, ich sehe bald ganz viele Menschen spielend… und wo? Na klar, bis bald im Wald!

Elke Kamper ist Naturerlebnispädagogin, Wildbienenexpertin und Entspannungspädagogin sowie Mutter von zwei Kindern.