Mönchengladbach: Kletterspaß in der Kontaktstelle Sky

Ökumenische Jugendarbeit Eicken : Kletterspaß in der Kontaktstelle Sky

Nach dem Umzug zur Eickener Straße haben die großen Räume und hohen Decken die Kinder auf die Idee zu dem Projekt gebracht.

In der Kontaktstelle Sky ist eine neue Kletterwand entstanden – etwa 3,60 Meter hoch und 4,30 Meter breit. „Die Idee kam von den Kindern und Jugendlichen selbst, als ihnen nach dem Umzug die hohen Decken aufgefallen sind“, sagt Andreas Kreder, Leiter der Kontaktstelle Sky. Vor allem nach einem Ausflug in den Kletterwald hätten viele den Wunsch nach nach einer solchen Kraxelmöglichkeit geäußert, berichtet Viktor Giesbrecht, Praktikant bei der Ökumenischen Jugendarbeit Eicken.

Nach circa einem halben Jahr Vorbereitung war endlich soweit: Die Kletterwand ist fertig installiert. Bei der Eröffnung ist den Kindern und Jugendlichen die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Aufgeregt warten sie darauf, dass sie endlich loslegen dürfen.

Doch vorher gibt es zur Sicherheit noch eine Einweisung. „Es gibt immer einen ‚Spotter‘. Dieser steht unten und beobachtet denjenigen, der klettert. Sollte dieser fallen, dann dreht der ‚Spotter‘ ihn so, dass er sich nicht verletzt, wenn er auf der Matte aufkommt“, erklärt Klaus Fassbender von der Kletterkirche, der die Kletterwand mit gebaut hat. Die bunten Farben der Griffe sehen nicht nur schön aus, sondern zeigen die Kletterwege an. „Verschiedene Farben stehen für unterschiedliche Routen. Es gibt zum Beispiel eine grüne und eine rote Route. Diese haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade“, erklärt Fassbender. Die ersten Griffe der meisten Routen sind mit „L“ für die linke Hand und „R“ für die rechte Hand beschriftet, damit die Kinder und Jugendlichen wissen, wie sie am besten anfangen. Der obere Griff jeder Route ist das Ziel und mit „Top“ beschriftet.

Dann geht es endlich los: Die ersten Kinder dürfen sich an der Kletterwand ausprobieren. Obwohl auch kleinere Kinder dabei sind und die Griffe teilweise weit auseinander liegen, klettern sie voller Selbstbewusstsein los.

Und die Taktik funktioniert: Ohne zu zögern schaffen sie schnell und problemlos die ersten Routen. „Die schwierigeren Routen müsst ihr wahrscheinlich erst ein paar Mal üben, bis ihr sie hinkriegt“, ermutigt Fassbender, als ein Kind Schwierigkeiten hat. Wenn die jetzigen Kletterwege den Kindern irgendwann zu langweilig würden, könnten diese durch Umstecken der Griffe geändert werden, so Kreder.

Unterstützt wurde das Projekt von der Stiftung für Kinder und Jugendliche in Eicken. Als langjähriger Partner der Ökumenischen Jugendarbeit, unterstütze man gerne solche Projekte, betont Friedhelm Claas von der Stiftung: „Insgesamt hat die Kletterwand ungefähr 3400 Euro gekostet. Den Bau konnten wir gemeinsam mit der Deutschen Bank, Stiftung Nordwest, möglich machen, die ungefähr die Hälfte gespendet hat. Am Ende ist es eine Win-Situation für alle Beteiligten.“

Neben der neuen Kletterwand könnten Kinder und Jugendliche aber noch vieles mehr in der Einrichtung erleben, sagt Kreder. In den offenen Treffs koche und esse man oft zusammen, spiele Gesellschaftsspiele, oder es werde sich einfach nett unterhalten. „Es ist ganz bunt gemischt, wer so zu uns kommt: Es sind Kinder aller Nationalitäten, von verschiedenen Schulen und auch altersmäßig ist von zehn bis 21 Jahren alles vertreten“, erzählt er. Neben Spiel und Spaß könnten Kinder und Jugendliche aber auch kommen, wenn sie einfach mal jemanden zum reden bräuchten: „Viele wenden sich an uns, wenn sie Probleme haben. Egal ob es um Schule, die eigenen Eltern, Straftaten, Sexualität oder anderes geht – wir haben immer ein offenes Ohr“, sagt Andreas Kreder.

Die offenen Treffs für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren finden immer dienstags von 17 bis 20 Uhr und freitags von 17 bis 21 Uhr in der Kontaktstelle Sky an der Eickener Straße 110 statt.

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