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Mönchengladbach: Das Home-Projekt wird ausgeweitet

Unterstützung für Familien in Mönchengladbach : Home-Projekt wird ausgeweitet

Eltern sollen in Mönchengladbach Beratung und Unterstützung erhalten, bevor Problemlagen größer werden oder sich gar verdichten. Das Präventionsprojekt startete bereits vor zehn Jahren.

„Home“ ist die  Abkürzung für „Hilfe und Orientierung für Möchengladbacher Eltern“. Seit 2010 bieten sozialpädagogische Fachkräfte des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie für Eltern von Kindern bis zehn Jahren individuelle Beratung und Unterstützung an. Anzutreffen ist das Home-Team regelmäßig bei offenen Sprechstunden in Kindertagesstätten, Familienzentren und den Grundschulen der Stadtteile.

Die Themen, mit denen sich Eltern dann melden, sind vielfältig: Sie reichen von der Suche eines Betreuungsplatzes oder eines Freizeitangebots für das Kind, der Suche oder Vorbereitung einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle, Schwierigkeiten bei der Erziehung oder in der Partnerschaft bis hin zu Problemen mit dem Einkommen oder der Wohnsituation.

Grund für die Entwicklung des Home-Konzeptes waren steigende Kosten für die Hilfen zur Erziehung. Das Projekt will erreichen, dass Eltern gar nicht erst in die Situation geraten, Hilfe zur Erziehung in Anspruch nehmen zu müssen. Daher sollen die Eltern Beratung und Unterstützung erhalten, bevor Problemlagen größer werden oder sich gar verdichten. Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie hat diesen Ansatz nach eigenen Angaben stetig weiterentwickelt und zur Strategie „Prävention vor Intervention“ ausgebaut.

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Gemeinsam mit Leiterin Annika Ahrens, die Home seit Jahren betreut und weiterentwickelt, hat Oberbürgermeister Felix Heinrichs das frisch gegründete Team besucht, das wie vom Rat beschlossen Anfang Mai die Arbeit in den Stadtteilen Geistenbeck, Heyden, Hockstein, Odenkirchen-Mitte, Odenkirchen-West, Pongs, Sasserath, Schmölderpark und Schrievers aufgenommen hat.

Julia Pöppinghaus (Teamleitung), Laura Deckers, Melanie Weger, Anne-Kathrin Legeit-Fidomski, Maria Kliewer und Sandra Bioly bilden das Team, das in der Verwaltungsstelle Odenkirchen seinen Sitz hat und von dort aus die dezentralen Angebote in den Stadtteilen vorbereitet. „Der Standort ist mit Bedacht gewählt. Denn hier haben wir kurze Wege zu den Teams von Kristina Heinrichs und Stephanie Weidmann  im Allgemeinen Sozialen Dienst und arbeiten mitten in einem Sozialraum, in dem Eltern und Kinder auch in Zukunft mehr Unterstützung erfahren sollen“, sagt Annika Ahrens. Home werde auch positive Auswirkungen auf die bekannt schwierige Situation an der Wohnanlage Zur Burgmühle haben.

Im Oktober soll Home auch auf Stadtteile im Mönchengladbacher Norden (Am Wasserturm, Dahl, Gladbach, Ohler, Waldhausen, Westend, Windberg) ausgedehnt werden.

(RP)