1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Familien

Mönchengladbach: 1737 neue Betreuungsplätze für Kinder

Kitas in Mönchengladbach : 1737 neue Betreuungsplätze für Kinder

Die Zahl der Kita- und Tagespflegeplätze wird bis Mitte kommenden Jahres so weit steigen, dass 96,4 Prozent aller Kinder zwischen drei und sechs Jahren versorgt sind. Das soll ein umfangreiches Ausbauprogramm gewährleisten.

Für ein Vorschulkind einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte oder in der Tagespflege zu finden, wird in den nächsten Monaten einfacher werden. „Während im laufenden Kindergartenjahr für 8546 Kinder im Vorschulalter ein Betreuungsplatz zur Verfügung steht, erhöht sich diese Anzahl im Verlauf des nächsten Kindergartenjahres auf insgesamt 10.324 Betreuungsplätze“, kündigt die städtische Sozialdezernentin Dörte Schall an. Der Zuwachs um mehr als 1700 Plätze hat seinen Preis: Die Betriebskostenzuschüsse an die Anbieter der Betreuungsplätze steigen. Im Jahr 2019 werden es insgesamt 50 Millionen Euro sein, alleine für die ersten sieben Monate des Jahres 2020 bereits voraussichtlich 33 Millionen. Das geht aus einer Vorlage der Stadtverwaltung hervor, mit der sich am heutigen Dienstag der Jugendhilfeausschuss des Rates beschäftigt.

Diese Ausgaben verbessern die Versorgungsquote in Mönchengladbach allerdings deutlich. Hatten im August 2018 noch 87,2 Prozent aller Drei- bis Sechsjährigen und nur 33,1 Prozent aller Unter-Dreijährigen einen Platz in Kita oder Tagespflege, wird es Mitte kommenden Jahres für 96,4 Prozent aller Kinder zwischen drei und sechs Jahren einen Betreuungsplatz geben und für 44,7 Prozent aller Unter-Dreijährigen.

Möglich machen das bis zu 1737 Betreuungsplätze, die im Kindergartenjahr 2019/20 vor allem durch Aus- und Neubauten geschaffen werden sollen. Davon entfallen 629 auf Unter-Dreijährige. Ein solch umfangreiches Ausbauprogramm habe es in Mönchengladbach noch nie gegeben, sagt der städtische Jugendhilfeplaner Hans Boeker. Bereits in Betrieb genommen sind nach Angaben der Stadt neue Kindertageseinrichtungen in den Roermonder Höfen, am Berliner Platz, am Vossenbäumchen, an der Hardter Waldstraße, an der Sonnenstraße und an der Mühlenwallstraße. Bei neuen Einrichtungen an der Geneickener Straße, der Klusenstraße und Am Beekerkamp ist die Stadtverwaltung „sehr zuversichtlich“, dass die Bauarbeiten bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. August 2019 abgeschlossen werden.

Um schnell Plätze zu schaffen, will die Stadt erstmals auch Fertigbau-Module einsetzen, und zwar an den Standorten Peter-Krall-Straße, Voigtshofer Allee, An der Holter Heide und am Südwall. Die Plätze darin sollen bis November 2019 beziehbar sein. Genutzt werden können diese Übergangseinrichtungen drei bis fünf Jahre lang, sagt Dörte Schall. Darüber hinaus stehen 17 Projekte auf dem Zettel, die sowohl Erweiterungen bestehender Kitas als auch komplett neue Einrichtungen umfassen. Diese sind übers gesamte Stadtgebiet verteilt und laut Stadt „derzeit in verschiedenen Stadien der Planung beziehungsweise Umsetzung“.

Das Ausbauprogramm bedeutet auch, dass mehr Erzieherinnen und Erzieher gebraucht werden. Etwas mehr 100 Kräfte sind wohl nötig. Jugendhilfeplaner Boeker ist aber auch da zuversichtlich, dass alle Stellen rechtzeitig besetzt werden können.