Familienfest in Mönchengladbach: Diskussion und Gespräch mit Politikern

Beteiligen Sie sich! : Mobile Redaktion am Sonntag beim Familienfest in Mönchengladbach

Die Rheinische Post lädt für Sonntag Familien zu Gesprächen mit Politikern ein. Welche Themen beschäftigen Sie?

Rund 25.000 Familien mit Kindern unter 18 Jahren leben in Mönchengladbach, und die Stadt bemüht sich, ihnen ein gutes Leben zu bereiten: Seit September gibt es die Familienkarte, mit der es viele Rabatte in der Stadt gibt, Kitas werden gebaut und Spielplätze modernisiert. Und trotzdem bekommt Mönchengladbach immer wieder schlechte Werte in Umfragen, zuletzt in der Familienumfrage von Rheinischer Post und Radio 90.1.

Um einen Austausch zwischen Familien und Politik zu fördern, lädt unsere Redaktion am Sonntag um 14.30 Uhr auf dem Familienfest in Rheydt an den Stand der Rheinischen Post ein. Politiker aus dem Jugendhilfeausschuss sind dann für die Familien ansprechbar. Unsere Redaktion begleitet die Aktion mit einer Berichterstattung. Kommen Sie vorbei und sprechen Sie Ihre Themen an. Als Gesprächspartner haben zugesagt: Gerd Brenner (Grüne), Karsten Oberbach (FDP), Sebastian Merkens (Die Linke), Petra Heinen-Dauber (CDU) und Ursula Schiffer (SPD).

Das Thema „Was beschäftigt Familien in Mönchengladbach“ ist allgemein gehalten. So können Eltern und auch Kinder eigene Themen ansprechen. Dass es davon viele gibt, hat unter anderem unsere Familienumfrage gezeigt. Rund 49 Prozent der befragten Eltern gaben an, dass Mönchengladbach ihrer Meinung nach keine familienfreundliche Stadt ist. Viele äußerten, dass es zu wenig familienfreundliche Angebote in der Stadt gebe, beziehungsweise die Eintrittspreise zu Freizeitangeboten wie Bowling, Kino oder Indoorspielplätzen oft zu hoch seien. Zudem finden viele Befragte, dass die Spielplätze in der Stadt zu wenig gepflegt und gewartet werden. Thema ist auch die Betreuungssituation in der Stadt. Allerdings hat die Stadt im Februar angekündigt, dass das Kita-Angebot bald deutlich ausgebaut wird. So soll die Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren von rund 33 auf mehr als 44 Prozent bis Mitte 2020 steigen. Bei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren soll die Quote im selben Zeitraum von rund 87 auf gut 96 Prozent steigen. Die Gebühren für die Kitas finden viele Familien allerdings zu teuer.

Die Einführung der Familienkarte ist vielen Befragten positiv aufgefallen. Allerdings bemängeln einige, dass es damit derzeit keine Rabatte bei Geschäften des täglichen Bedarfs wie Supermärkten und Drogerien gibt. Zudem müssten sich Familien selbst gut informieren können, schreibt ein Elternteil, um auf viele Angebote in der Stadt aufmerksam zu werden. Geschätzt wird bei einigen Eltern auch die Mischung aus Stadt und Natur, die Mönchengladbach zu bieten hat.

Unsere Mobile Redaktion hatten wir bereits einmal im Bunten Garten auf dem Spielplatz aufgebaut. Am Sonntag steht sie in Rheydt. Foto: Ilgner Detlef (ilg)/Ilgner,Detlef (ilg)

Ein Aspekt, der jedoch in den Antworten der Umfrage immer wieder durchklingt: Viele Familien werden von Mitbürgern angegangen, etwa wenn ein Kind im Café schreit oder weint oder weil der Kinderwagen im Bus scheinbar zu viel Raum einnimmt. „Die Mitmenschen zeigen wenig Verständnis für Familien, laute, quengelige Kinder sind ein Ärgernis und diesem Ärger wird auch Luft gemacht“, schreibt ein Elternteil. Mehrfach berichten Eltern, dass Busse weiterfahren würden, wenn sie mit einem Kinderwagen einsteigen wollen, und dass die Fahrer den Bus teilweise nicht absenken würden.

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