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Mönchengladbachs größte Baustelle: Fakten zum Arcaden-Bau

Mönchengladbachs größte Baustelle : Fakten zum Arcaden-Bau

In etwa einem Jahr sollen die Bauarbeiten abgeschlossen und die Eröffnung des Einkaufszentrums gefeiert werden. Aber wussten Sie, wieviele Tonnen Stahl hier verbaut werden und wie tief die Baugrube ist? Erfahren Sie interessante Fakten zu Gladbachs größter Baustelle.

Besonderheiten der Architektur

Eine Besonderheit der Arcadenarchitektur sind die drei Eingänge, die in drei gestaffelte Erdgeschosse führen. Der Zugang zum Erdgeschoss eins liegt an der Stelle, an der man früher den Lichthof von der Hindenburgstraße aus betrat. Im Bereich des früheren Zugangs zur inzwischen abgerissenen Theatergalerie geht es in das Erdgeschoss zwei. Dieser Zugang ist jetzt schon in den Grundzügen erkennbar. Schon deutlich zu sehen ist der Haupteingang in das Erdgeschoss drei im Eckbereich der Hindenburg- und Viersener Straße. Alle drei Zugänge werden ebenerdig beziehungsweise über eine Rampe (Haupteingang) erreichbar sein.

Einkaufen mit allen Sinnen

Ein "Home of the five senses", ein Haus der fünf Sinne, sollen die Arcaden werden. Konkret bedeutet das: Fünf "Highlightfassaden" sind die zentralen gestalterischen Elemente des Innenlebens. "Von jedem Punkt des Centers aus sollen immer mindestens zwei zu sehen sein", sagt Carsten Faust, Projektmanager der mfi AG. Modelle der Elemente sind im Showroom bereits zu sehen — und auszuprobieren. Mal bewegen sich Pailletten-ähnliche Elemente, wenn man an ihnen vorbeigeht. Mal fließen organische Formen durch die Fassade, mal lässt sich eine Steckfassade durch Ziehen und Drücken einzelner Teile beliebig verändern. Mal was grasähnliches Material aus einer Wand. Und zu jeder Fassade gibt es die passenden Klänge und den passenden Duft, von Firmen aus Großbritannien und der Schweiz eigens komponiert und so koordiniert, dass sich keine Reizüberflutung ergibt.

  • Überblick : Zehn Fakten zur Arcaden-Baustelle in Mönchengladbach
  • Fotos : Grundsteinlegung für die Mönchengladbach-Arcaden
  • Fotos : So könnten die Arcaden in Gladbach aussehen

Handel hofft auf Umsatzplus

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes NRW, Dr. Peter Achten, sieht dank des verbesserten Konsumklimas gute Chancen für den Einzelhandel in Mönchengladbach. "Diese Baumaßnahme wird die Gladbacher Innenstadt nach vorne bringen, auch wenn sie partiell bei unterschiedlichen Bauabläufen für Belastungen sorgt. Ich habe die Hoffnung, dass Mönchengladbach als regionaler Versorgungsschwerpunkt wieder an Bedeutung gewinnt", sagte Achten im Redaktionsgespräch Ende August.

Arcaden-Platz

Neben dem Einkaufszentrum soll es auch einen Arcaden-Platz geben. Dieser wird vermutlich erst im Frühjahr 2016 genutzt werden. Bevor die beauftragten Stadt- und Freiraumplaner ans Werk gehen können, muss Grundlegendes geklärt werden: Welche Funktion soll der Platz mal erfüllen? Soll er eine Art Eventplatz werden, wo größere Feste gefeiert werden und der Weihnachtsmarkt aufgebaut wird? Oder soll er zum Verweilen einladen mit bis zu drei Cafés, die sich ringsum ansiedeln?

Noch im Herbst will er der Politik einen Wettbewerbsmanager vorschlagen. Der Preisträger des Wettbewerbs erhält, wenn der Rat zustimmt, den Auftrag, weitere Entwurfs- und Ausführungsplanungen vorzunehmen. In den eigentlichen Planungsprozess sollen Interessengruppen einbezogen werden — Politiker, Anwohner, Einzelhändler, Verwaltung, Citymanagement.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bauarbeiten der Mönchengladbach Arcaden

(ape)