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Mönchengladbach: Experten: Eiserner Rhein ist unverzichtbar

Mönchengladbach : Experten: Eiserner Rhein ist unverzichtbar

Für den Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist die Reaktivierung der historischen Trasse für den Eisernen Rhein eine Katastrophe. Der Interessenverband Pro Bahn erwartet einen Verkehrskollaps auf den Autobahnen, wenn nicht bald und zielgerichtet an einer Verkehrslösung gearbeitet wird.

Und die sieht Pro-Bahn-Sprecher Detlef Neuß für den Eisernen Rhein, die seit Jahren geforderte und geplante Verbindung von Antwerpen ins Ruhrgebiet, in der Variante, Güterzüge entlang der Autobahn 52 zu führen. Genau diese Lösung schließt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) aber aus. Er stoppte jetzt alle Pläne, Alternativen für die Güterzugstrecke zu untersuchen. Dies würde bedeuten: Die Güterzüge müssten über die historische Strecke geführt werden — und diese Trasse geht mitten durch die Stadt.

Pro-Bahn-Sprecher Neuß ist sich sicher, was Ramsauer zu seinem Entschluss bewogen hat. "Während der Neubau entlang der A 52 einer Machbarkeitsstudie und eines Planfeststellungsverfahrens bedarf, mit allen Begleiterscheinungen wie zum Beispiel langwierigen Klagen gegen diese Planung, existiert die historische Strecke und kann sofort ausgebaut werden. Proteste der Anwohner dagegen wären also nahezu ohne Belang. Sie würden bestenfalls beim Lärmschutz mit eingebunden werden", sagt Neuß. Er prophezeit durch Lkw verstopfte Autobahnen, wenn der Eiserne Rhein nicht verwirklicht werde: "Erfolgt kein Ausbau des Eisernen Rheins, landet der ganze Gütertransport auf unseren Autobahnen, die dann kaum noch für den Individualverkehr nutzbar wären." Neuß geht sogar davon aus, dass sich Gefahrgut-Lkw dann ihren Weg durch die Mönchengladbacher Innenstadt bahnen.

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Gegen Beschluss des Landtags

VCD-Kreisverbandsvorsitzender Roland Stahl sieht das ähnlich: "Da nutzt auch der sechsspurige Ausbau der A 52 nichts." Er rät den Gladbacher Politikern dringend, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um den Eisernen Rhein auf der historischen Trasse zu verhindern und der A 52-Variante den Weg zu ebnen. Er könne die Ablehnung von Ramsauer nicht nachvollziehen.

Nachdem sich bereits die CDU-Politiker Bundestagsabgeordneter Dr. Günter Krings und Landtagsabgeordneter Norbert Post ablehnend dazu geäußert hatten, den Eisernen Rhein auf der historischen Trasse zu verwirklichen, meldet sich jetzt auch der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges. Ramsauer stelle sich gegen einen Beschluss des Landtags, der mit den Stimmen aller Fraktionen gefasst worden sei, eine alternative Trassenführung zu entwickeln.

Körfges weiter: "Es ist nicht hinnehmbar, dass der Bundesverkehrsminister eine Variante quer durch die Stadt bevorzugt, die Tausende von Menschen betrifft, statt diese wichtige Güterverkehrsstraße entlang bestehender Autobahnverbindungen zu führen."

(RP/top)