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Mönchengladbach: Essen für Gladbachs gute Stuben

Mönchengladbach : Essen für Gladbachs gute Stuben

Der Düsseldorfer Top-Caterer Georg W. Broich bekocht neuerdings die VIP-Zuschauer im Borussia-Park und Gäste im Haus Erholung. Die goutieren den neuen Stil. Und Fußball-Fan Broich lernt im Gladbacher Stadion Erstaunliches.

Wer in Düsseldorf besonders groß, besonders exquisit oder besonders originell feiern will, der landet früher oder später bei Broich. Das Familienunternehmen, das als kleine Metzgerei anfing, gehört inzwischen zu den fünf größten Event-Caterern Deutschlands. Warum das so ist, davon können sich seit kurzem auch die Mönchengladbacher überzeugen. Und das gleich in zwei ihrer besten Stuben: im Haus Erholung und im VIP-Bereich von Borussia. Dort machen die fast 2000 besonders umsorgten Gäste bei Heimspielen in dieser Saison zwei wesentliche Erfahrungen: Die Heimmannschaft spielt um Klassen besser als in der letzten Hinrunde – und das Essen passt sich der neuen sportlichen Qualität an.

Unterschiedliche Essgewohnheiten

Georg W. Broich ist seither bei jedem Heimspiel dabei. So muss es auch sein bei jemanden, der sich auf seiner Visitenkarte nicht etwa schlicht geschäftsführender Gesellschafter nennt, sondern: "Gastgeber". Gleich sein erster gastgebender Einsatz hatte es in sich. Es war nämlich das Relegationsspiel gegen den VfL Bochum. Ganze fünf Tage blieben Broich zur Vorbereitung für seinen allerersten Bundesliga-Einsatz. Dass die Fans der Gästemannschaften unterschiedliche Essgewohnheiten haben, weiß Broich, seit er die VIP-Zuschauer auf dem neuen Aachener Tivoli bewirtet. Dass aber ausgerechnet Bochumer solche Mengen zu verzehren imstande sind, hat ihn denn doch überrascht – und an die Grenzen gebracht. "Wir hatten am Ende fast nichts mehr übrig."

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Broich war schon zu Bökelberg-Zeiten oft in Gladbach: als ganz normaler Fußball-Fan. Sein Lieblingsspieler war Allan Simonsen. "Er ist so klein wie ich, wir spielten beide die selbe Position und wohnten beide in Kaarst. Er kannte mich am Ende, weil ich so oft wegen eines Autogramms bei ihm geklingelt habe", sagt er. Sein Fußballherz verloren hat er allerdings an Düsseldorfs Fortuna. "Da habe ich auch bei Viertliga-Spielen im Schneeregen gesessen." Drum weiß Broich, der exquisit kochen und – besonders gern in kleinen Weckgläschen – auftischen lässt, was beim Fußball nie fehlen darf: "Natürlich gibt es auch weiter Bock- und Currywurst. Ohne geht gar nicht." Das Sportcatering ist eines der neueren Standbeine des Unternehmens. Doch mit World Team Cup, Tour de France und Ski-Weltcup ist die Referenzliste auch in diesem Segment beeindruckend. Fußball allerdings ist und bleibt unvergleichlich – auch gastronomisch. Georg W. Broich: "Das ist sechs Stunden Gastronomie, unterbrochen von zweimal 45 Minuten Spiel."

Ohne dererlei Pausen wird im Haus Erholung aufgetischt: für Firmen, aber auch für Privatleute, die dort zum Beispiel ihre Hochzeit feiern. "Wir wollen das Haus Erholung wieder zur allerersten Adresse der Stadt machen", sagt Broich. Der Garten wird nun nicht mehr als Biergarten für Jedermann geöffnet, wohl aber als prächtige Kulisse bei Empfängen. Das Haus, das nun auf der Broich-Homepage neben überregional bekannten Locations wie dem Alten Kesselhaus in Düsseldorf, der Vulkanhalle in Köln und dem Keller in Frankfurter Römer beworben wird, hat laut Broich Entwicklungspotenzial. Das gilt auch für Schloss Dyck, auf dessen Gelände gerade weitere Veranstaltungsräume geschaffen werden.

Broich Catering ist trotz der inzwischen beträchtlichen Größe ein Familienunternehmen. Beide Eltern von Georg W. Broich, mit deren Metzgerei einst alles begann, arbeiten noch im Tagesgeschäft mit. Alle drei Geschwister haben Führungspositionen im Unternehmen. Dieses hat nicht erst seit Borussia und der Erholung eine wesentliche Beziehung zu Mönchengladbach. Die Unternehmerfamilie Viehof ist Gesellschafter bei Broich.

(RP)