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Mönchengladbach: Esel-Kunstwerk: Händler befürchten Imageschaden

Mönchengladbach : Esel-Kunstwerk: Händler befürchten Imageschaden

Über Kunst lässt sich sehr wohl streiten: Jetzt hat sich auch das Citymanagement Mönchengladbach zum umstrittenen Werk "7 Donkeys" vor dem Sonnenhaus gemeldet. Die Händler sehen durch die Installation einer Eselgruppe mitten in der Stadt eine erhebliche "Gefahr eines Imageschadens".

In einer Stellungnahme heißt es: "Die Benennung des Mfi-Einkaufscenters hat bereits nicht nur zu positiven Reaktionen geführt."

Das scheint den Händlern wohl schon gereicht zu haben. "Min-to" ist Gladbacher Dialekt und heißt so viel wie "meins". Viele Kritiker fanden das, gelinde gesagt, zu provinziell. Nun ist das Citymanagement der Meinung, dass eine "weit darüber hinaus gehende ins Lächerliche driftende Diskussion" vermieden werden sollte. "Bei allem Verständnis für selbstbewusstes Auftreten und Lust zur künstlerischen Auseinandersetzung darf nicht in Vergessenheit geraten, dass die im Zentrum unserer Stadt angesiedelten Kaufleute und Dienstleister sich im Rahmen des harten Wettbewerbs ständig mit Marketing befassen und alles vermeiden, um negative Standortfaktoren zu meiden", so Stefan Wimmers, Vorsitzender des Citymanagements Mönchengladbach.

Die aktuelle Entscheidung nehme "negative dauerhafte Beeinträchtigungen" bewusst in Kauf. "Wir denken, dass der Standort sich das nicht leisten sollte", sagt Wimmers. Die bisher bekannten Erläuterungen zu dem Kunstwerk seien nicht ausreichend kommunizierbar." Vielmehr bestehe die Gefahr von Missverständnissen, "zumal eine thematische oder sonst wie geartete Verbindung von Esel zu Mönchengladbach, anders als beispielsweise Fohlen zu Mönchengladbach nicht gegeben ist", heißt es weiter in der Stellungnahme der Händler. Ausdrücklich wird betont, dass der allgemeine künstlerische Wert und die Reputation der Künstlerin Rita McBrides nicht Bestandteil der Kritik sei. "Nachhaltig irritiert ist das Citymanagement auch "über die Information der Installation der Eselgruppe". Von der Verwaltung sei im Rahmen der Bürgerbeteiligung stets versichert worden, dass es sich bei dem neu zu planenden Bereich vor dem Sonnenhaus um einen multifunktionalen Platz handele.

Dieses Kriterium scheine mit dem Kunstwerk auf dem Platz zumindest in Frage gestellt, findet Stefan Wimmers.

(gap)