Mönchengladbach: Erlemann gibt Waldhausener Höhe nicht auf

Mönchengladbach: Erlemann gibt Waldhausener Höhe nicht auf

Edmund Erlemann will die Schließung der Katholischen Grundschule an der Waldhausener Höhe nicht einfach hinnehmen. Der Pfarrer hat sich erneut an Oberbürgermeister Norbert Bude und Schuldezernent Dr. Gert Fischer gewandt.

"Das Auslaufen der Schule scheint beschlossene Sache zu sein", schreibt er. "Das kann ich nur bedauern." In Waldhausen drohe ein kultureller Kahlschlag, befürchtet der Pfarrer. Das Bistum habe die lebendige Gemeinde St. Peter aufgelöst — "ein, wie ich denke, Negativbeispiel für den Umgang mit einer Gemeinde." Und er kritisiert: "Nun scheint es die Stadt nicht anderes zu machen." Er befürchte, so der Pfarrer, dass in dieser Stadt die Verwaltung die Richtlinien vorgebe, nicht die Politik.

In Waldhausen hatte man bis zuletzt gehofft, dass die erforderlichen 18 Anmeldungen für das Schuljahr 2010/2011 zusammenkommen würden. Das war nicht so. Die Bitte an die Stadt, zum übernächsten Schuljahr abzuwarten, hatte keinen Erfolg. "Vielleicht ist da eine Chance vertan worden", meint Erlemann. Die abgewiesenen Kinder werden nach den Sommerferien eine andere als ihre Wahlschule besuchen — etliche von ihnen die Grundschule Am Ringerberg. Der Pfarrer fragt: "Könnte nicht eine der beiden ersten Klassen von der Schule Am Ringerberg auf die Waldhausener Höhe ausgelagert werden?"

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Denn er befürchtet ernsthafte Probleme für die betroffenen Kinder und deren Eltern. Der Stadtteil Waldhausen sei bekanntermaßen durch die viel befahrene Waldnieler Straße geteilt. Nördlich davon befindet sich der Ringerberg, südlich die Waldhausener Höhe. "Die Kinder aus den beiden Teilen des Bezirks werden es schwer haben, sich zu verabreden und Freizeit miteinander zu verbringen." Da es keine direkte Busverbindung gibt, müsse zumindest ein Schulbus eingesetzt werden. Das Verkehrsproblem könnte sich auch auf die Eltern auswirken, befürchtet der Pfarrer: "Sie werden kaum zu Elternabenden oder anderen schulischen Veranstaltungen kommen können."

Die Stellungnahme von Edmund Erlemann an die Stadt endet entschlossen: "Wir werden kämpfen um den Erhalt der Schule Waldhausener Höhe — gegen alle Hoffnung hoffe ich. Denn: Wer nicht kämpft, hat schon verloren."

(RP)