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Mönchengladbach: Eltern befürchten gestörten Schulbetrieb

Mönchengladbach : Eltern befürchten gestörten Schulbetrieb

Nach den Ferien sollen die beiden Giesenkirchener Grundschulen in das Hauptschulgebäude am Asternweg ziehen. Doch Eltern befürchten, dass die nötigen Umbauarbeiten bis dahin nicht fertig sind. Die Stadt ist dagegen optimistisch.

Das Schulhofgelände am Asternweg ist eingezäunt, im Boden klafft ein Loch. Das Gebäude selbst ist fast ausgeräumt. Die Klassenräume sind leer, die Tafeln abgehängt. In drei Wochen soll hier der Unterricht für die Kinder der katholischen Grundschule Giesenkirchen und der Grundschule Friesenstraße beginnen. Doch der Zustand der Baustelle lässt viele Eltern genau daran zweifeln. Sie sind besorgt, dass der Schulbetrieb am 4. September nicht ordnungsgemäß beginnen kann.

Zu Beginn der Ferien war der Schulhof aufgerissen worden. Nach Auskunft der Stadt sollen dort Spielgeräte und Fallschutzmatten installiert bzw. eingebaut werden. Doch bis jetzt hat sich nichts getan. "Kein Arbeiter ist seitdem mehr auf dem Schulhof gesichtet worden", berichten Eltern.

Im September vergangenen Jahres war die Entscheidung gefallen, dass die Gemeinschaftsgrundschule Friesenstraße und die katholische Grundschule Giesenkirchen einen Verbund eingehen und in die Hauptschule am Asternweg einziehen. Im Vorfeld hatten diese Pläne in der Elternschaft für viel Unmut gesorgt. Mittlerweile kooperieren die beiden Fördervereine der Grundschulen bestens miteinander. Voraussichtlich wird es bald nur noch einen Verein geben.

Doch nun kommen die neuen Sorgen: Wird die Schule rechtzeitig fertig? Vor allem die Eltern der Kinder im vierten Schuljahr beschäftigt diese Frage. Denn das Halbjahr ist relativ kurz, und mit den Zeugnissen am Ende bewerben sich die Kinder für die weiterführenden Schulen. Käme es zu Verzögerungen und möglicherweise zu Unterrichtsausfällen, wäre das äußerst ärgerlich, sagen die Eltern.

Je näher das Ende der Ferien rückt, desto mehr zweifeln die Eltern daran, dass das Gebäude fristgerecht fertiggestellt wird. Denn in der Schule, in der bis zum Beginn der Sommerferien noch Hauptschüler unterrichtet wurden, gibt es einiges zu tun: Die WC-Anlage muss instand gesetzt, eine Lehrküche und eine Cafeteria für Betreuungszwecke hergerichtet werden, die Pausenhalle zum benachbarten Franz-Meyers-Gymnasium muss abgetrennt werden, die Treppengeländer sollen erhöht und die Außenanlagen gestaltet werden. Dazu kommt noch ein umfangreicher Brandschutz. "Und das soll alles in drei Wochen gemacht werden?", fragen die Eltern. Selbst die Bezirksregierung hat bereits von der Stadt einen Bericht zu den Umbaumaßnahmen gefordert.

Und noch etwas beunruhigt viele: Der Zugang zur Stadtteilbibliothek Giesenkirchen verläuft über den Schulhof. Bisher war das kein Problem. Aber Fremde auf einem Schulhof mit Grundschulkindern? Das sehen sorgende Eltern gar nicht gerne. Offenbar wurde ihnen ein separater Eingang versprochen. Doch auch hier sehe man noch keine Vorbereitungen für eine Veränderung.

Schuldezernent Dr. Gert Fischer beschwichtigt: "Wir sind guter Dinge, dass wir alles erledigen können, was mit der Schulleitung abgesprochen wurde." Es werde mit Hochdruck gearbeitet. Zwar gebe es ein paar Dinge, die nicht bis zum 4. September fertig würden, aber dies sei ebenfalls mit der Schule bereits abgesprochen. Die Funktionalität sei für die Schule aber gesichert. Zum Thema separater Bibliothekseingang würden nach den Sommerferien noch Gespräche stattfinden.

(RP)