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Mönchengladbach: Elektrofachmarkt Schossau steht vor der Insolvenz

Mönchengladbach : Elektrofachmarkt Schossau steht vor der Insolvenz

Im vergangenen Sommer wurde der Schossau-Markt an der Lürriper Straße noch vollständig umgebaut, durch den Umzug ins Obergeschoss wurde zudem Platz für eine Rewe-Filiale geschaffen. Nun bangen Kunden und die rund 30 Mitarbeiter, dass bald nicht noch viel mehr Platz frei wird.

Denn in dieser Woche hat der Elektrofachmarkt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Mönchengladbacher Rechtsanwalt Frank Schwarzer von der Kanzlei Kebekus & Zimmermann ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden.

Die Schieflage trifft Schossau zu einem ungünstigen Zeitpunkt - in diesem Jahr feiert das Unternehmen 25-jähriges Bestehen. Gegründet wurde es am 2. November 1989, in den wechselhaften Tagen kurz vor dem Mauerfall, damals noch an der Hindenburgstraße. 1999 wechselte der Sitz des Unternehmens an die Lürriper Straße, mehr als 150 000 Artikeln aus über 600 Warengruppen beinhaltet das Sortiment laut eigenen Angaben.

Rechtsanwalt Schwarzer sagt, er habe sich bereits einen ersten Überblick verschaffen können und organisiere aktuell die Betriebsfortführung des Unternehmens. "Die rund 30 Mitarbeiter wurden von Herrn Schwarzer in einer Informationsveranstaltung in Mönchengladbach über die aktuelle Situation informiert. Die Lieferanten des Unternehmens wurden ebenfalls in Kenntnis gesetzt", heißt es in einer Mitteilung. Gehälter und Löhne der Arbeitnehmer seien über das Insolvenzgeld gedeckt. Das vielleicht Wichtigste: Die generellen Sanierungschancen beurteilt der vorläufige Insolvenzverwalter durchaus positiv. "In den nächsten Tagen werden Gespräche mit potenziellen Interessenten geführt werden", sagte Schwarzer.

(RP)