1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Eineinhalb Jahre Haft für aggressiven Verehrer

Mönchengladbach : Eineinhalb Jahre Haft für aggressiven Verehrer

Neun Taten warf der Staatsanwalt dem Angeklagten (36) vor. Vor allem 2016 war der 36-Jährige aufgefallen. Mehrfach verstieß er gegen eine Führungsaufsicht, die nach einem längeren Gefängnisaufenthalt gegen ihn erlassen worden war. In einigen Fällen beachtete er die Verfügung nicht, die seine 31-jährige Freundin erreicht hatte. Der Angeklagte sollte sich ihr nicht nähern und sie in Ruhe lassen. "Er konnte auch lieb sein", so die 31-Jährige in ihrer Zeugenaussage. Nur wenn er Amphetamine und Marihuana konsumiert hatte, sei es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.

So seien sie am 5. Oktober 2016 in einen heftigen Streit geraten, als sie mit ihm nicht diskutieren wollte. Sie habe ihn geohrfeigt. Er habe mit einem Kopfstoß geantwortet und ihr damit die Nase gebrochen. Am 23. November 2016 habe er ihr einen Faustschlag verpasst, als sie die Tür nicht aufmachen wollte. An einem anderen Tag habe er sie mit den Worten "Ich mache dich kalt" bedroht. Zugleich gab die Frau zu, ihn trotz des Verbotes auch manchmal in die Wohnung gelassen zu haben. "Er muss eine Drogen-und Gewalttherapie machen", forderte die Freundin vor dem Schöffengericht.

Aber der Angeklagte war auch als Autofahrer Polizeibeamten mit aggressivem Verhalten aufgefallen. Sie kontrollierten ihn mit seinem Pkw in Wegberg. Dabei verpasste der wütende Angeklagte einem der Beamten einen schmerzhaften Tritt in den Bauch. Der 36-Jährige wurde mehrmals kontrolliert. Dabei wurde dann auch bekannt, dass der Angeklagte ohne Haftpflichtversicherung in Hückelhoven und Wegberg unterwegs war. Das habe er nicht gewusst, beteuerte der Mann im Gerichtssaal. Nach Verlesung des Registers wurde bekannt, dass der Angeklagte bereits zehnmal vorbestraft war. Am Ende verurteilte ihn das Schöffengericht zu einem Jahr und sechs Monaten Haft - ohne Bewährung. Er solle die Chance "Therapie statt Strafe" nutzen, empfahl ihm das Schöffengericht.

(RP)