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Mönchengladbach: Ein Rundgang über das Herbstfestival

Mönchengladbach : Ein Rundgang über das Herbstfestival

Beim Herbstfestival auf Schloss Rheydt gibt es Spezialitäten und dekorative Produkte. Während Erwachsene an Kunst, Kleidung und Dekoartikel vorbeiflanieren, können Kinder Glasskulpturen bemalen.

Flotte Jazzmusik klingt durch den Hof von Schloss Rheydt. Sie ist die Untermalung zum Schmaus auf dem Herbstfestival, das noch bis morgen auf der barocken Schlossanlage stattfindet. 135 Aussteller laden zum Flanieren ein und bieten jede Menge interessante Dinge. Und im Schlosshof geht es direkt am Eingang damit los. Zu Essen gibt es Dinnede. Das ovale Gebäck ähnelt Flammkuchen und ist zum Beispiel mit Zwiebeln und Käse oder Kartoffeln und Speck belegt. Als Durstlöscher dient am Stand gleich nebenan frisch gepresster Orangensaft. Gut gestärkt begeben sich die Besucher auf die Turnierwiese. Im oberen Bereich gibt es Stände mit Käse, Pflanzen und Körben.

Die Turnierwiese selber ist mit Brettern ausgelegt. Hier müssen Besucher gut aufpassen. Die Bretter sind nämlich so glatt, dass die Veranstalter Warnschilder aufgestellt haben. Wer langsam geht und es nicht übertreibt, der kommt trotzdem gut voran. Vorbei an Holzmöbeln, Weinen und Dekoartikeln geht es zum Stand des Fudge-Shops. Dort gibt es neben Modellen englischer Briefkästen und Telefonzellen auch britische Spezialitäten. Wer mag, der kann hier Karamell kosten. Mike Vernon serviert sie in kleinen Würfeln auf einem silbernen Tablett.

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Nicht weniger süß, aber viel zu schade zum Aufessen sind die Lebkuchen von Jana Plum. Sie gestaltet das Gebäck in allen möglichen Formen und verziert es mit filigranen Mustern, die an Brüsseler Spitze erinnern. Ein Hingucker ist ein Stand, bei dem es auf den ersten Blick Fenster zu kaufen gibt. Ein zweiter Blick zeigt jedoch, dass das Glas der Fenster Spiegel sind. Schon im Torbogen des Herrenhauses ist schließlich die Musik von Norbert Schulte zu hören. Er spielt auf seinem Piano und erzeugt einen Klangteppich, der im aufgebauten Biergarten zum Verweilen einlädt. Wer sich dafür entscheidet, kann Kaffee und Kuchen genießen und sich bei Reibekuchen und Krustenbraten etwas Deftiges gönnen.

Weiter geht der Rundgang auf die Wallanlage. Gleich zu Beginn fallen den Besuchern zahlreiche Tiere auf. Besonders Kinder bleiben hier stehen und streicheln Schafe, Hunde und Schweine. Viele merken erst in diesem Moment, dass die Tiere nur aus Aluminium sind. "Wir arbeiten mit einer Tierfotografin und bedrucken dann das Metall", erklärt Bernhard Klotz seine Technik. Der Weg führt weiter vorbei an Seifen, Kleidung und Schmuck zum Stand von Martin und Monika Holte. Die kleine Holzhütte fällt sofort auf und hält liebevolle Schnitzereien und Kräuterkissen bereit. Das Besondere hier: Alle Produkte stammen aus Südtirol. "Mein Mann fährt seit 35 dorthin und wir haben auch dort geheiratet. Inzwischen ist es unser Zweitwohnsitz". erzählt Monika Holte. Da die beiden im Pustertal und Grödnertal viele Bekannte haben, stammen ihre Produkte von dortigen Schnitzern und Bäuerinnen.

Zwar wird auf Schloss Rheydt gerade der Herbst gefeiert, doch bei Wichteln aus Filz, Spekulatius und Marzipan wird es auch leicht weihnachtlich. Zu den Produkten, die eigentlich so gar nicht zum Herbst passen, gehören Strandkörbe und Whirlpools. Für Kinder, die keine Lust haben, mit ihren Eltern über den Markt zu gehen, wird auch etwas geboten. Sie können Glasfiguren bemalen.

Mehr Dekoideen und Einrichtungstipps gibt es auf Homestory.de.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So schön war das Schlossfestival am Schloss Rheydt

(EW)