Mönchengladbach: Ein Holländer ohne Wohnmobil

Mönchengladbach : Ein Holländer ohne Wohnmobil

Ein Interview mit dem Hotelchef Lambers über Bettenmachen, seinen Urlaub und Bademäntel.

Können Sie Betten machen?

Lambers Ich habe alle Bereiche in der Hotelbranche durchlaufen, die es gibt. Ich kann auch Betten machen. Nur in der Haustechnik sollte man mich nicht einsetzen. Ich kann gerade mal einen Stecker einsetzen.

Machen Sie gerne Urlaub im Hotel?

Lambers Ja. Obwohl ich mich am Anfang immer dabei erwische, alles zu kontrollieren: Sind die Tischdecken richtig gebügelt? Machen die Angestellten ihre Arbeit gut? Ich brauche eine Eingewöhnungszeit.

Könnten Sie sich vorstellen, etwas ganz anderes zu machen, zum Beispiel eine Jugendherberge zu leiten?

Lambers Eine Jugendherberge? Nein, eher nicht. Dann hätte ich lieber eine Waschstraße mit Café. Ich finde Auto-Waschstraßen faszinierend.

Hotel-Chefs klagen immer darüber, was so alles an Inventar verschwindet. Geben Sie mal einen Einblick: Was klauen die Gäste in Ihrem Haus?

Lambers Es ist schon ein Phänomen, dass Gäste gerne Andenken aus Hotels mitnehmen. Aber bei uns gibt es Kontrollsysteme — zum Beispiel für Bademäntel und Handtücher.

Was müsste ich bezahlen, wenn ich einen Bademantel mitgehen ließe?

Lambers Unsere Bademäntel kosten 80 Euro.

Was verschwindet am häufigsten bei Ihnen?

Lambers Kaffeelöffel. Fragen Sie mich nicht, warum das so ist. Und Aschenbecher fehlen auch häufiger.

Sie sind Holländer. Haben Sie eigentlich ein Wohnmobil?

Lambers Ich habe keine Holzschuhe und kein Wohnmobil. Aber ich bin in der Tat ein echter Holländer. Die fühlen sich immer da zu Hause, wo sie gerade sind, deshalb lieben sie auch Wohnmobile. Ich habe zu Hause ein komplettes Oranje-Outfit, falls die niederländische Nationalmannschaft mal bei uns im Hotel übernachten sollte.

Das Redaktionsgespräch führten Dieter Weber, Michael Broecker und Gabi Peters.

(RP)