Mönchengladbach: Ein Blick hinter die Zirkus-Kulissen

Mönchengladbach : Ein Blick hinter die Zirkus-Kulissen

Beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 19. März, stehen Artisten und Zirkusmitarbeiter den Besuchern Rede und Antwort. Es geht in den Pferdestall und in die Garderoben. In der Manege treten zwei Gladbacher Nachwuchstalente auf.

Tag für Tag entführt der Circus Roncalli in seinen Vorstellungen die Zuschauer in eine fantasievolle Welt. Es gibt Tierdressur und Luftakrobatik zu sehen, Jonglage ebenso wie Clownerie - alles perfekt aufeinander abgestimmt, alles vom richtigen Licht und Ton, sogar von Live-Musik in Szene gesetzt. Doch wie genau wird diese besondere Atmosphäre erzeugt, wie eine dreistündige Show auf die Beine gestellt? Wie lange müssen die Akrobaten für ihren Auftritt üben? Und warum eigentlich arbeitet Dompteur Karl Trunck bei seinen Pferdenummern vornehmlich mit Hengsten in der Manege? Diese und noch viele weiteren Fragen können Besucher am Tag der offenen Tür am Sonntag, 19. März, stellen.

Der Circus Roncalli lädt von 10 bis 12 Uhr kostenlos in das Zelt am Parkplatz Geroweiher ein und gibt Einblick in das "wahre Zirkusleben" und die tausenden Vorgänge hinter den Kulissen. Neben einzelnen Darbietungen aus dem aktuellen Programm bekommen die Gäste auch zwei einzigartige Nummern zu sehen. Die zwei talentiertesten Kinder, die dem Aufruf von Circus Roncalli und der Rheinischen Post gefolgt und ihre Darbietung per Video eingeschickt haben, dürfen ihre Kunst live vor Publikum aufführen.

"Das Besondere an dem Tag der offenen Tür ist, dass die Besucher wirklich in allen Bereichen des Zirkus' stöbern dürfen und dabei erfahren, was hinter den Kulissen alles geschieht, um eine Vorstellung gelingen zu lassen", sagt Markus Strobl vom Roncalli-Team. Der Tagesregisseur und Betriebsleiter Patrick Philadelphia erklärt den Besuchern etwa, wie Ton und Lichttechnik in der Zirkusarena funktionieren, wie die duzenden Scheinwerfer miteinander koordiniert werden und warum sich die Zirkuskuppel auf Knopfdruck heben und senken lässt. Trockene Theorie? Keineswegs. Um den Grund zu erfahren, wird ein mutiger kleiner Zuschauer selbst einmal am Trapez in die Lüfte gehoben.

Und auch sonst sind die Besucher zum Mitmachen eingeladen. Sie dürfen in alle Wagen hineinschauen und beispielsweise die kleinste Schneiderei Europas auf vier Rädern mit all den glitzernden und funkelnden Kostümen besuchen. Im Pferdestall geht es auf Streichelkurs mit dem winzigen Shetland-Pony "Maxim" mit einem Stockmaß von 75 Zentimetern oder dem mehr als doppelt so großen Kumpel "Sunny". Und um sich selbst einmal wie ein echter Roncalli-Clown zu fühlen, müssen Kinder nur in die nostalgischen Garderobenwagen der Spaßmacher kommen. Dort verraten Weißclown Gensi, Eddy Neumann und Co. nicht nur Tricks und Kniffe für ein markantes Clownsgesicht, sondern schminken die kleinen Besucher zudem, ehe es wieder in die Zirkus-Arena geht.

Auch in der Manege dürfen die Besucher ran: Der Circus Roncalli zeigt zwei Darbietungen aus dem Jubiläumsprogramm sowie eine Überraschungsnummer. Dabei stehen die Artisten den Gästen nicht nur Rede und Antwort. Die Zuschauer können einige Kunststücke auch selbst ausprobieren.

Zwei Kinder aus Mönchengladbach nehmen die Manege sogar ganz für sich ein. Sie wurden von einer vierköpfigen Jury des Circus Roncalli und der Rheinischen Post auserwählt. Wer sich für die Talentsuche noch bewerben möchte und zwischen sechs und zwölf Jahren alt ist, kann bis morgen seine Darbietung per Video an aktionen.mg@rheinische-post.de schicken. Egal ob Clownerie, Zauberei oder Akrobatik - aus allen Beiträgen werden die zwei besten ausgewählt. Die siegreichen Kinder treten live vor Publikum auf.

(beaw)
Mehr von RP ONLINE