Ehemalige Rennbahn in Mönchengladbach bekommt große Sportanlage

Ehemalige Rennbahn in Mönchengladbach: Sozialer Treffpunkt, Sportanlagen, Skatepark und Jogging-Strecke geplant

Auf der ehemaligen Radrennbahn entstehen mit 2,3 Millionen Euro Fördermitteln ein Multifunktionsgebäude, neue Sportanlagen, ein Skatepark und eine beleuchtete Jogging-Strecke. Im Oktober soll schon alles fertig sein.

Es gibt keine Schnittchen, keinen Klaren und auch keine guten Wünsche des Poliers - das Richtfest fällt zwar aus, aber der Rohbau des Multifunktionsgebäudes auf dem Gelände der ehemaligen Radrennbahn steht, und das ist Grund zur Freude. An der Carl-Diem-Straße in Nachbarschaft des DRK-Heims entsteht nämlich etwas ganz Neues, ein Ort, der sich für den Stadtteil Hardterbroich-Pesch zum Glücksfall entwickeln kann.

Die Sportanlage Radrennbahn war schon immer beliebt bei Sportlern, auch als ihr Zustand immer weniger vorzeigbar wurde. "Als wir uns das Gelände an einem Sonntag angesehen haben, war hier enormer Betrieb, alles war voll", sagt Tobias Knoll von der zuständigen Planungsgesellschaft Geo 3. Schon deshalb sollte das Gelände saniert werden. Geld war aber ursprünglich nur für das Kunststoffrasen-Fußballfeld da, das schon im Mai 2017 in Betrieb genommen wurde. Dann aber erhielt die Stadt Mönchengladbach Fördermittel des Landes mit dem Ziel, die Integration von Flüchtlingen zu fördern.

So konnte ein Neubau anstelle der maroden Tribüne geplant werden, der nicht nur moderne Umkleideräume für die Fußballer, aber auch für die Schüler der umliegenden Schulen enthält, sondern auch noch vielseitig nutzbare Räume, in denen Sprachkurse, Mutter-Kind-Angebote, Vereinstreffen, Schulungen oder Spielgruppen stattfinden können. Die Sozialholding, ohnehin in Hardterbroich in der Quartiersarbeit aktiv, ist dabei, mit allen Akteuren im Stadtteil zu sprechen und ein Konzept zu entwickeln.

"Das Gebäude soll gut ausgelastet werden", verspricht Susanne Wallrafen von der Sozialholding. Dass im Quartier Räumlichkeiten fehlen, in denen sich Gruppen regelmäßig treffen können, darüber sind sich nämlich alle schon lange einig: Vereine, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Netzwerke und auch der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt.

Auch auf den umliegenden Außenflächen wird sich noch viel tun. Hier entsteht ein Kunststoffrasen-Kleinspielfeld, das die nicht vereinsgebundenen Kicker bespielen können. Es wird Leichtathletik-Anlagen wie eine Sprintstrecke, eine Weitsprunganlage und Möglichkeiten zum Kugelstoßen geben. "Es gibt hier am Volksgarten insgesamt sechstausend Schüler, die diese Anlagen beim Schulsport nutzen werden", sagt Schul- und Sportdezernent Gert Fischer.

Daneben wird ein abends beleuchteter Skaterpark eingerichtet. Der ist mit 820 Quadratmetern nicht nur einer der größten in der Stadt, er wurde auch unter Mitwirkung der Skater geplant. Die Rollbrett-Union konnte ihre Vorstellungen einbringen. Schließlich wird um das gesamte Gelände eine beleuchtete Joggingstrecke herumgeführt, die so zu jeder Jahreszeit sicher genutzt werden kann. Zwischen diesen Außenflächen und dem Fußballplatz wird eine große Terrasse entstehen, die beide Teile verbindet. Mit der Umgestaltung der Freiflächen geht es jetzt los. "In ein bis zwei Wochen rollen die Bagger an", sagt Fischer.

Bis Oktober soll alles fertig sein - sowohl die Außenfläche als auch der Neubau. 2,3 Millionen Euro Fördermittel sind dann in das geflossen, was für Hardterbroicher und Pescher ein neuer Treffpunkt und ein Highlight in ihrem Quartier werden kann.

"Die Verbindung von Sport und sozialen Zwecken, wie sie hier geplant ist, ist in der Stadt einzigartig", sagt Harald Weuthen, der Leiter des Fachbereichs Sport und Schule.

(RP)