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Mönchengladbach: Düsseldorfer entdecken Gladbachs Quartiere

Mönchengladbach : Düsseldorfer entdecken Gladbachs Quartiere

Architekt Dr. Burkhard Schrammen baut bis Ende 2015 rund 230 Wohnungen in Citynähe: auf der Bleichwiese und bald auch in Eicken.

Das Auftragsbuch des Gladbacher Architekten Dr. Burkhard Schrammen ist prall gefüllt: Zwischen Fliethstraße und Lüpertzender Straße — auf der Bleichwiese — baut er für einen holländischen Investor 140 Wohnungen. In Eicken zwischen Schwogenstraße, Flenkenweg und Eickener Straße entstehen auf dem Gelände einer ehemaligen Kleiderfabrik in Mehrfamilienhäusern rund 90 Einheiten — Planer ist das Büro Schrammen. Heute Abend stellt die Stadt um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Eicken das städtische Konzept dafür vor.

Mönchengladbach: Düsseldorfer entdecken Gladbachs Quartiere
Foto: Architekturbüro: Schrammen

Die Zielgruppe ist für beide Wohnprojekte ähnlich: Menschen vor allem ab 45 und 50 Jahre sollen Wohnungen in Größen von 55 bis 140 Quadratmeter mieten und kaufen können. Während man bei den Roermonder Höfen (Bleichwiese) darauf hofft, dass Zuzügler dieses Viertel für sich entdecken, geht das Eickener Vorhaben davon aus, dass viele der hier Wohnenden eine neue, barrierefreie Bleibe suchen — und die Umgebung der Schwogenstraße wählen. 2015 sollen die Häuser in Eicken fertig sein.

"Laut Statistik leben in Eicken besonders viele ältere Menschen. Da ist der Bedarf an altersgerechten Wohnungen hoch. Wir gehen davon aus, dass viele hier weiter leben und die Infrastruktur nutzen wollen. Deshalb gibt es eine direkte Verbindung zum Eickener Markt und zur Mehrzweckhalle. Auch mehrere Geschäfte in unmittelbarer Nähe sind vorhanden", sagt Schrammen. Die Mehrfamilienhäuser sind dreigeschossig, meist wird dann noch ein Staffelgeschoss aufgesetzt. Schrammen bleibt seinem bewährten Prinzip treu und verzichtet auch schon einmal auf den vorgesehenen dreigeschossigen Hauptkörper: "Es wird Rücksprünge geben. Da bauen wir zweigeschossig mit einem Staffelgeschoss oben." 15 Millionen Euro werden investiert.

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Zwischen und um die Häuser herum gibt es Grünflächen. In einer Tiefgarage finden die Autos der Bewohner Platz, für Besucher gibt es Stellflächen auf dem Gelände. Für die verkehrliche Anbindung hält Schrammen zwei Varianten bereit: Die erste geht davon aus, dass die Bewohner Häuser und Tiefgarage über den Flenkenweg erreichen. Die zweite sieht eine Erschließung über die Schwogenstraße vor.

Schrammen befürchtet nicht, dass es zu einem Überangebot an Wohnungen in Citynähe kommt. Im Gegenteil: "In den Ballungsräumen, etwa in Düsseldorf, ist der Wohnraum knapp. Außerdem wirkt hier bald die Mietpreisbegrenzung. Mönchengladbach wird als Wohn-Standort immer attraktiver."

(RP)