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Mönchengladbach: Duale Ausbildung ist und hat Zukunft

Mönchengladbach : Duale Ausbildung ist und hat Zukunft

Die Initiative Check-in Berufswelt zog eine positive Bilanz der diesjährigen Aktion.

Agan hat mit Schulfreund Fabian die Gelegenheit genutzt, um sich bei der RWL German Flight Academy nach den Möglichkeiten der Pilotenausbildung zu erkundigen. Isabel hat sich bei Medicoreha umgeschaut. Ihr beider Fazit: Zuerst überwog die Skepsis, was Check-in schon bringen könne. Am Ende waren beide Schüler froh, Ende Juni die Gelegenheit zu einem intensiven Einblick in die Berufswelt genutzt zu haben: "Wir haben alle unsere Fragen stellen können und man hat sich sehr intensiv mit uns beschäftigt." Und beide meinen übereinstimmend, dass sie nun eine Alternative zu ihrem eigentlichen Berufswunsch gefunden haben: duale Ausbildung statt Studium.

Die Nachwuchsinitiative Check-in Berufswelt der Wirtschaft im Kammerbezirk der IHK Mittlerer Niederrhein hat dieses Jahr bereits zum achten Mal stattgefunden. Mitgetragen unter anderem auch von den Städten und Kreisen sowie von den Agenturen für Arbeit, der Hochschule Niederrhein und der Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach. Insgesamt haben mehr als 230 Ausbildungsunternehmen an vier Nachmittagen Einblicke in die Arbeitswelt ermöglicht. 4320 Schüler von 37 Schulen haben teilgenommen. Die Zahlen liegen zwar etwas unter denen des Vorjahres, "für Mönchengladbach können wir dagegen deutliche Zuwächse verbuchen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz.

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Waren es im vergangenen Jahr 39, beteiligten sich in diesem Jahr 48 Unternehmen aus der Vitusstadt: "Es ist wichtig, sich an solch einem Format, aber auch an ähnlichen Projekten zu beteiligen, denn der Fachkräftebedarf ist groß. Ich sage es deutlich: "Duale Ausbildung ist und hat Zukunft." Ideen, um die Schüler von den Möglichkeiten der Dualen Ausbildung zu überzeugen, gibt es einige. Steinmetz: "Speziell geschulte Ausbildungsbotschafter sprechen die Schüler an. Im kommenden Jahr werden wir gezielt in Sportvereinen auf die jungen Menschen zugehen, um sie von unserem Angebot zu überzeugen."

Dass der Übergang von Schule und Beruf auch von der Stadt tatsächlich ernstgenommen wird, zeigt sich in der Person von Michael Schroeren. Die Ehefrau des Ersten Bürgermeisters unterrichtet an der Gesamtschule Hardt. Und die war bisher nicht bei Check-in dabei. Schroeren notierte eifrig die Möglichkeiten, um das für 2018 zu ändern. Denn eines ist allen Beteiligten klar: Check-in wird es auch dann geben, vom 2. bis 5. Juli. Die Schulen können sich ab Oktober bewerben.

(akue)