Mönchengladbach: Drogensüchtiger gesteht Raubüberfall auf Sparkasse

Mönchengladbach : Drogensüchtiger gesteht Raubüberfall auf Sparkasse

Wieder einmal musste der Mönchengladbacher auf einer Anklagebank vor der Zweiten Großen Strafkammer des Landgerichts Platz nehmen. Bereits im Jahr 2010 war der heute 25-Jährige wegen Raubes zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt worden.

Diesmal ging es um schwere räuberische Erpressung. Bereitwillig schilderte der Angeklagte zunächst die langjährige Laufbahn eines Junkies. Von Marihuana bis Kokain und später auch Amphetamine hatte der 25-Jährige so ziemlich alles genommen, was er an Drogen bekommen konnte. Er absolvierte mehrere Therapien - und wurde immer wieder rückfällig.

Auch den Anklagevorwurf gab der Mönchengladbacher nun ohne Weiteres zu. So war er am Nachmittag des 18. August vergangenen Jahres bei der Kreissparkasse in Hückelhoven aufgetaucht und wollte 45 Euro von seinem Postbank-Konto abheben. Aber das Konto war nicht gedeckt. Danach sei er unmaskiert in den Schalterraum gegangen, habe mit einem Gasrevolver und "Überfall, Geld her" gedroht. Die Mitarbeiterin übergab ihm seinerzeit 5200 Euro.

Der drogensüchtige Mann konnte zunächst fliehen, wurde aber dann durch Aufzeichnungen einer Überwachungskamera am Geldautomaten erkannt. Nach einer Handyortung wurde der Junkie am 22. August vergangenen Jahres in einem Düsseldorfer Hotel festgenommen.

Er sei damals in Geldnot gewesen und habe auch an Selbstmord gedacht, erklärte er im Gerichtssaal. Mit dem erbeuteten Geld habe er sich Kokain im Wert von 800 Euro besorgt. Das übrige Geld habe er für Kleidung und ein Handy ausgegeben.

Der Prozess vor dem Mönchengladbacher Landgericht wird am Freitag mit weiteren Zeugenaussagen und dem Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen fortgesetzt.

(RP)
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