Diese Schulen spielen Schach gegeneinander in Mönchengladbach

Schach in Mönchengladbach: Zug um Zug zum Gewinn

Schachspiel erfordert neben Konzentration auch Köpfchen – Mönchengladbachs Grundschulen traten erneut gegeneinander an.

Die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Hockstein hat die zehnte Stadtmeisterschaft im Schach der Mönchengladbacher Grundschulen ausgerichtet. Bei diesem kleinen Jubiläum erreichte das Team der GGS Hockstein den Titel vor der zweitplatzierten GGS Vitusschule. Den Bronzeplatz holte sich die Montessori-Grundschule. Alle drei Teams haben sich damit für die Teilnahme an den NRW-Landesmeisterschaften am 9. März in Düsseldorf qualifiziert. Die Schachjugend NRW wirbt im Internet mit dem Motto „Schach rockt“.

Der Denksport Nummer eins, erstmals nachweislich gespielt im sechsten Jahrhundert, hat auch im Zeitalter von Internet, Facebook und Co. immer noch eine große Fangemeinde. 20 Teams aus vier Grundschulen (vierte Schule: GGS Schulstraße) mit insgesamt 80 Schülerinnen und Schülern traten bei dem größten Schachturnier in der Vitusstadt gegeneinander an. Die Turnhalle war in den Spielpausen Tummelplatz für die vielen Sportler und ihre Eltern. Hier konnten die Spieler ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen, oder sich – wie Marta (sieben), Hannah (acht) und Emma (neun) – auf ein gemütliches Quätschchen treffen. „Mein großer Bruder spielt auch Schach“, erzählt Marta. Emma hört interessiert zu und man sieht ihr die Liebe zum Schachspiel förmlich an. Hannah stellt fest: „Wenn ein Zug gemacht ist, dann kann man ihn auch nicht mehr rückgängig machen.“ Dabei blitzt es in ihren Augen. Gut findet sie auch, dass sie bei diesem Sport nicht schwitzen muss.

Bei diesem ganzen fröhlichen Hin und Her behält Turnierleiter Thomas Krause, Fachwart für Schach im Stadtsportbund, stets den Überblick. „Es treten Teams mit vier Spielern an. Gespielt wird im Schnellschach mit 15 Minuten Bedenkzeit für alle Züge und zwar insgesamt über fünf Runden nach dem Schweizer System.“ Dabei wird die erste Runde gesetzt oder gelost und nach jeder Runde wird der Zwischenstand bestimmt. In den folgenden Runden spielt immer der Führende gegen den Zweiten, der Dritte gegen den Vierten und so weiter.

Dann wird es im Klassenraum ernst. Zwölf Duelle finden parallel statt. Hier spielen kleine Leute, aber hochkonzentriert. Die Schachschiedsrichter achten auf striktes Einhalten der Regeln. Sie müssen insbesondere sicherstellen, dass die Spieler weder vom Publikum noch vom Gegner gestört werden. Redet ein Spieler beim Spiel, wird er unverzüglich streng ermahnt. Auch die Jugendlichen Simon und Luca sind inzwischen Schiris. „Sie waren früher selbst Schüler in der GGS Hockstein und wurden beide bereits Landesmeister“, freut sich Thomas Krause.

Zum Abschluss der Stadtmeisterschaften wurden alle Teilnehmer geehrt. Dabei überbrachte Sportdezernent Dr. Gert Fischer die Grüße der Stadt. Der Stadtsportbund wurde vertreten von Sportwart Dieter Kauertz. Beide bedankten sich herzlich beim Ausrichter GGS Hockstein, seit 2018 Trägerin des Gütesiegels „Deutsche Schachschule“ und damit eine der ersten Schach-Grundschulen in Nordrhein-Westfalen. Papa Volker Sattinger: „Luis und Johann haben mitgemacht. Die wöchentliche Schach-AG motiviert sie sehr.“

Auch Susanne Papke ist zufrieden. „Mein siebenjähriger Sohn Felix hat gespielt. Wir sind eine richtige Schachfamilie und wollen es auch bleiben.“

Mehr von RP ONLINE